Dienstag , 27. September 2016
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Seit mehr als einem halben Jahrhundert sitzt das THW in diesem Gebäude. Langfristig könnte ein Umzug anstehen. Foto: t&w
Seit mehr als einem halben Jahrhundert sitzt das THW in diesem Gebäude. Langfristig könnte ein Umzug anstehen. Foto: t&w

THW bangt um seinen Standort

ca Lüneburg. In der riesigen ehemaligen Militärscheune an der Dorette-von-Stern-Straße ist das Technische Hilfswerk seit 1959 zu Hause. Doch in den Reihen des THW geht die besorgte Frage um: „Wie lange noch?“ Denn langfristig könnte die Stadt die Flächen im Zusammenhang mit der Bebauung der alten Standortverwaltung und des Hanseviertels überplanen. Zum einen, um eine einheitliche Nutzung und Bebauung der Areals zu erzielen, zum anderen, um einem benachbarten Unternehmen möglicherweise eine Fläche zum Wachstum anzubieten. Auch die Wache der Bundespolizei könnte dann verschwinden. Im Rathaus bestätigt Sprecherin Suzanne Moenck diese Überlegungen: „Die sind aber langfristig.“

THW-Sprecher Olaf Braasch sagt klar: „Wir wollen hier bleiben.“ Die Lage sei gut, nämlich stadtnah, das sei unter anderem wichtig für Jugendliche, die zu Übungsabenden kommen. Auch gebe es Platz für Fahrzeuge und allerlei Aktivitäten, die den Zusammenhalt fördern. In Nischen findet sich mal eine Sitzgruppe oder ein Tischkicker für den Nachwuchs. Auch gebe es keinen Ärger mit Nachbarn wegen etwaiger Lärmbelästigung, so laufen Bahnlinien am Gelände vorbei, die für einen gewissen Geräuschpegel sorgen. Vom alternativen Angebot, nämlich irgendwann eine Halle auf dem Gelände der Theodor-Körner-Kaserne zu beziehen, halten die 130 Mitglieder im Ortsverband wenig: zu abgelegen und wohl weniger Platz.

Doch ob es überhaupt so weit kommt, ist nicht nur Sache der Stadt. Denn die Immobilie gehört dem Bund, und Braasch und seine Mitstreiter hoffen, dass die Verantwortlichen in Berlin die Liegenschaft nicht herausrücken. Schließlich soll das Dach des Gebäudes in diesem Jahr neu gedeckt werden.