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Zwei Mehrfamilienhäuser sind auf dem Grundstück am Lüner Damm geplant. Das Projekt wird im Detail im Bauausschuss vorgestellt. Foto: t&w
Zwei Mehrfamilienhäuser sind auf dem Grundstück am Lüner Damm geplant. Das Projekt wird im Detail im Bauausschuss vorgestellt. Foto: t&w

Wohnen am Lösegraben

as Lüneburg. Entwürfe für Gebäude auf dem leerstehenden Grundstück Lüner Damm 8 waren bei der Stadt schon mehrere eingereicht worden. Doch aufgrund der Größe der geplanten Projekte wurden diese nicht genehmigt. Seit Anfang des Jahres liegt der Stadt nun ein Bauantrag für zwei Mehrfamilienhäuser nebst Tiefgrarage vor, der die Mitglieder des Bauausschusses bei der Sitzung am Montag, 16. Juni, unter anderem beschäftigen wird. Er tagt von 14 Uhr im Traubensaal des Rathauses.

Auf dem zirka 1600 Qua­dratmeter großen Grundstück, das am Lösegraben liegt, ist der Bau zweier Gebäude mit Flachdach geplant. In drei Geschossen nebst Staffelgeschoss sollen insgesamt 14 Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 95 bis 115 Quadratmetern entstehen. Die Höhe der Gebäude wird zirka 12 Meter betragen. 18 der 22 Stellplätze, die für das Bauprojekt notwendig sind, sollen in einer Tiefgarage entstehen. ,,Da das Bauprojekt nach Art und Maß der baulichen Umgebung entspricht, ist eine Baugenehmigung zu erteilen“, sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann.

Die Bauverwaltung verweist aber auch darauf, dass durch die beiden Neubauten ein großer Teil des Grundstücks, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum FFH-Gebiet des Lösegrabens liegt, bebaut und versiegelt wird. Als ,,ökologische Ausgleichsmaßnahme wird deshalb eine Dachbegrünung gefordert“, heißt es in der Vorlage. Außerdem wird die Auflage erteilt, dass ein mindestens fünf Meter breiter Uferrandstreifen wiederherzustellen ist. Denn noch vor Beschluss der Baumschutzsatzung der Stadt war es zu Rodungen im Uferbereich gekommen. Die Untere Naturschutzbehörde wurde bei dem Projekt hinzugezogen. Sie sehe keine Beeinträchtigung des FFH-Gebietes, ,,da als Grenze zum FFH-Gebiet die Baulinie der benachbarten Grundstücke herangezogen wird“, so die Bauverwaltung.

Weiteres Thema im Bauausschuss ist der Bauantrag für den Neubau eines Büro- und Geschäftshauses auf dem Grundstück der ehemaligen Firma Barenschee an der Bleckeder Landstraße. Bereits Ende Januar waren dort die alten Firmengebäude abgerissen worden. Auf dem 2300 Quadratmeter großen Grundstück sind ein dreigeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss sowie die dazu gehörenden Stellplätze geplant. Nach derzeitigem Stand sollen in die Obergeschosse Büros und Arztpraxen einziehen. Das Erdgeschoss soll zwei Gewerbeeinheiten Platz bieten. Zum einen einer Apotheke mit Drive-in-Schalter, der auch im Rahmen des Notdienstes nachts von Kunden angesteuert werden kann. Zum anderen soll ins Erdgeschoss eine Bäckerei einziehen, die auch einige Plätze im Außenbereich bietet. Da in dem Gebiet bereits Wohnungen, Gewerbe, Büros, Einzelhandel sowie Gaststätten angesiedelt sind, spricht nach Baugesetzbuch nichts gegen den Neubau des Gebäudes, so die Verwaltung. Auch die Größe des Gebäudes mit einer Breite von 20 Metern und einer Tiefe von 27 Metern füge sich in die vorhandene Bebauung in der näheren Umgebung ein.

Senioren statt Grundschüler

Die Baugenehmigung für das „Ursulahaus“ lag der Lüneburger Wohnungs GmbH bereits Mitte Mai vor, nun sind die Erdbauarbeiten für das Projekt auf dem Grundstück zwischen Wall- und Ritterstraße angelaufen. Realisiert wird dort eine Wohnanlage für Mieter ab 60 Jahren sowie für Menschen mit Behinderung, die über ein mittleres oder geringes Einkommen verfügen. Einzelpersonen stehen Zwei-Zimmer-Wohnungen bis 50 Quadratmeter, zwei Personen Drei-Zimmer-Wohnungen bis 60 Quadratmeter zur Verfügung. Die Fertigstellung des Hauses, benannt nach der dort abgerissenen St.-Ursula-Schule, ist für Spätherbst 2015 geplant. Laut Lüwobau-Geschäftsführerin Heiderose Schäfke gibt es bereits zahlreiche Interessenten.