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Dr. Oliver Opel (r.), Aufsichtsratsvorsitzender der Zukunftsgenossen, und Vorstandsmitglied Horst Jäger laden ein zu einer Info-Veranstaltung zur geplanten Solaranlage auf dem Dach der St. Ursulaschule. Foto: t&w
Dr. Oliver Opel (r.), Aufsichtsratsvorsitzender der Zukunftsgenossen, und Vorstandsmitglied Horst Jäger laden ein zu einer Info-Veranstaltung zur geplanten Solaranlage auf dem Dach der St. Ursulaschule. Foto: t&w

Mit der Kraft der Sonne

as Lüneburg. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der St.-Ursula-Schule als Beitrag zur lokalen Energiewende hatte die Lüneburger Energiegenossenschaft ,,Zukunftsgenossen“ schon lange im Blick. Nun soll das Projekt ab Mitte Juli umgesetzt werden. ,,Hauptbetreiber wird die Stadt sein. Dennoch ist es ein Bürgerenergiemodell, denn Schüler, Eltern, Lehrer sowie alle interessierten Bürger können sich über die Zukunftsgenossen an der Anlage beteiligen“, sagt Dr. Oliver Opel, Aufsichtsratsvorsitzender der Zukunftsgenossen. Eine Info-Veranstaltung dazu gibt es auch am Mittwoch, 18. Juni, um 20 Uhr in der St. Ursulaschule.

Installiert werden soll eine Solaranlage mit 59,8 kWp Leistung auf das Flachdach der Schule, mit der pro Jahr rund 56000 Kilowattstunden für die Stromversorgung erzeugt werden können. Dr. Opel: ,,42000Kilowattstunden wird die Schule davon selbst verbrauchen, das ist ein Drittel ihres Stromverbrauchs pro Jahr. Der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist und per Erneuerbarem Energien Gesetz vergütet.“ Der Vorteil für die Stadt, die Hauptbetreiber ist, sei, ,,dass sie Strom zum Festpreis für die kommenden 20 Jahre produziert“, sagt Dr. Opel. Die Zukunftsgenossen, die die Anlage installieren, sind für den technischen Betrieb zuständig und Mitbetreiber. Zum Bürgerenergiemodell werde das Ganze, weil sich jeder als Anteilseigner an diesem Kooperationsprojekt mit Schule und Stadt beteiligen kann.

Laut Horst Jäger, der zum Vorstand der Zukunftsgenossen gehört, beträgt der Mindestanteil für Noch-nicht-Genossen 500 Euro. ,,Allerdings können sich auch mehrere Personen zusammentun.“ Eine sinnvolle Anlage zur lokalen Energiewende, finden Jäger und Opel mit Blick darauf, dass durch den Eigenstromverbrauch die Netze nicht so stark belastet werden und die Allgemeinheit dafür nicht die Kosten trage.

Die Zukunftsgenossen haben knapp 80 Mitglieder, bei der letzten Versammlung im Mai standen auch Vorstandswahlen auf dem Programm. Für Anikó Hauch, die auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden war, rückte Hans-Heinrich Praast nach. Er übernimmt den Finanzbereich. Patrick Köhler ist weiter zuständig für den Bereich Technik, Horst Jäger für Öffentlichkeitsarbeit. Jäger weist daraufhin, dass nach der Sommerpause wieder die Zukunftswerkstatt stattfinden wird. Bei der monatlichen Runde geht es um Möglichkeiten der Energiewende auf lokaler Basis und welchen Anteil die Zukunftsgenossen daran haben können.

One comment

  1. Der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist und per Erneuerbarem Energien Gesetz vergütet.” Der Vorteil für die Stadt, die Hauptbetreiber ist, sei, ,,dass sie Strom zum Festpreis für die kommenden 20 Jahre produziert”. Man hätte vielleicht noch erwähnen sollen, dass dieser Festpreis durch die von den Bürgern zu zahlende EEG-Abgabe finanziert wird. Ist doch auch ganz lustig. Bürger bezahlen der Stadt die Stromproduktion.

    Die Festpreisvergütung über 20 Jahre ist ein absoluter Irrsinn, weil die Festpreisvergütung deutlich über dem allgemeinem Marktpreis liegt. Zu bedanken haben wir uns für diese absolute Fehlentscheidung (wenn ich mich richtig erinnere) bei der rot/grünen Koalition unter Gerhard Schröder. So treibt der Staat die Lebenshaltungskosten in die Höhe. Wie in vielen Bereichen.