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Stine (10), Paula (10) und Lotta (10) (v.l.n.r.) sind das Team Deutschland. Gekonnt umfahren sie die Pylonen im Slalom. Foto: lkö
Stine (10), Paula (10) und Lotta (10) (v.l.n.r.) sind das Team Deutschland. Gekonnt umfahren sie die Pylonen im Slalom. Foto: lkö

Die Sandberg-Rennfahrer

lkö Lüneburg. Ein schwarz-rot-goldener Blitz saust über die Rennstrecke. Die Seifenkiste in den Deutschlandfarben von Stine, Paula und Lotta legt sich weit in die Kurve. Lotta ist ein Profi: „Ich fahr jetzt schon seit vier Jahren Seifenkiste.“

Am Sonnabend, 14. Juni, fand bereits das 12. Seifenkistenrennen um die Schule am Sandberg in Ochtmissen statt. 26 Teams gingen an den Start. Nicht nur die Grundschüler vom Sandberg fuhren um die Wette. Auch Klassen aus der Hermann-Löns-Schule, der St.-Ursula-Schule und aus Hohnstorf waren mit dabei.

Die Teams bestanden aus jeweils vier Schülern, sie traten einmal in der Berg- und einmal in der Talfahrt gegeneinander an. Bei der Bergfahrt galt es einen Slalom um Pylonen zu fahren, ein Schüler lenkt und zwei schieben an. Der 9-jährige Kilian ist gerade auf Talfahrt. Grinsend rollt er über die Ziellinie. „Ich war so aufgeregt vorher“, gibt der Hohnstorfer Schüler zu.

Eine Seifenkiste fahren, sieht zwar einfach aus, muss aber erst gelernt werden. Birgit Thiemann ist Lehrerin an der St.-Ursula-Schule und erzählt: „Wir haben mehrfach trainiert. Das Schwierige an den Kisten ist, dass sie nicht mit einem Lenkrad, sondern mit Zügen gelenkt werden, das muss man erst einmal üben.“

Aber nicht nur die Kinder waren mit Feuer und Flamme dabei. Am Rand der Rennstrecke standen Eltern, Großeltern und Geschwister und feuerten die Rennfahrer an. Im Vorfeld hatten sich die Eltern nicht nur um die Organisation, den Aufbau und das mächtige Küchenbüffet gekümmert, sondern auch die Rennkisten startklar gemacht. „Die sind alle selbstgebaut“, erklärt Sabine Heche vom Förderverein der Schule am Sandberg. Vor dem Rennen wurden die Kisten vom Speicher geholt, dann die Reifen aufgepumpt und die Technik kontrolliert. Das ein oder andere Gefährt bekam auch einen neuen Anstrich.

So wie die Deutschlandkiste. „Lotta hatte noch eine Deutschlandfahne. Die haben wir an unsere Kiste gebaut. Wir dachten zur WM passt das gut“, erklärt die zehnjährige Stine. Ob das Team sich Chancen ausrechnet? „Ich weiß nicht. Aber uns geht es eh am meisten um den Spaß“, sagt Stine.

Am Ende hat das Deutschlandteam leider nicht gewonnen, den ersten Platz belegte das Team aus der dritten Klasse der Schule am Sandberg. Der Gewinn ist eine Führung durch den Naturschutzpark Lüneburger Heide. Auf dem zweiten Platz landete die vierte Klasse der St.-Ursula-Schule, die Schüler dürfen einen Tag ins Salü. Auf dem dritten Platz: die St.-Ursula-Schule, der Lohn: ein Besuch im Salzmuseum.