Mittwoch , 28. September 2016
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Die CDU um Wolfgang Kuhn und Eckhard Pols, hier mit Fliegerchef Richard Meier auf dem Flugplatz, hat die Diskussion losgetreten. Foto: t&w
Die CDU um Wolfgang Kuhn und Eckhard Pols, hier mit Fliegerchef Richard Meier auf dem Flugplatz, hat die Diskussion losgetreten. Foto: t&w

Ein Wald-Puffer für den Ebensberg

as Lüneburg. Die Projektidee der Süderelbe AG für mögliche frei werdende Flächen der Theodor-Körner-Kaserne (TKK), die diese mit Investoren entwickelt hat, hat nicht nur für Kontroversen bei Verwaltung und Politik gesorgt. Auch Anwohner des Ebensbergs sind besorgt, eine Ansiedlung von Industrie und Großgewerbe sei auch mit Lärm- und Schadstoffemissionen verbunden und bedeute eine Verringerung der Lebensqualität für angrenzende Wohngebiete, heißt es vom Verein Aktion Lebensberg. Nun erhebt der Verein Forderungen, die im Sinne der Anwohner bei der Entwicklung der TKK-Flächen berücksichtigt werden sollten.

Wie berichtet, gibt es einen Ratsbeschluss, dass auf den Flächen wenn der Bund sie freigibt Gewerbe und Sport entwickelt werden sollen. Im Mai hatte CDU-Fraktionschef Eckhard Pols öffentlich gemacht, dass es eine Projektidee der Süderelbe AG in Zusammenarbeit mit Investoren gebe, wonach dort Unternehmen der Luftfahrtbranche angesiedelt werden könnten und der Flugplatz in die Planungen mit einbezogen werden sollte. Oberbürgermeister Ulrich Mädge hatte daraufhin klargestellt: Die Studie sei ohne Auftrag des Rathauses entstanden, die Verwaltung habe dem Ganzen auch eine Abfuhr erteilt. Die CDU legte noch mal nach, präsentierte für die nächste Ratssitzung einen Fragenkatalog, mit dem auch geklärt werden soll, inwieweit Investoren bei der Entwicklung der Flächen einbezogen werden könnten. Zumal die Investoren auch eine Beteiligung an der Errichtung von Sportstätten in Aussicht gestellt hätten, heißt es seitens der CDU. Mädge konterte die Strategie der CDU als ,,Aktionismus“. Erst müsse man abwarten, wann der Bund die Flächen freigebe. Das sei frühestens 2017 der Fall.

Friedhelm Feldhaus, Vorsitzender des Vereins Aktion Lebensberg, sagt mit Blick auf die Entwicklung des TKK-Geländes: „Eine Pufferzone zum Ebensberg in Form von Aufforstungsflächen ist erforderlich.“ Auf keinen Fall dürfe dort Großgewerbe oder Industrie angesiedelt werden, da der Ebensberg schon durch Gerüche und Lärm aus dem nahegelegenen Industriegebiet Ost belastet sei.

Auch der Flugplatz dürfe nicht in Richtung Ebensberg verschwenkt werden. Da überlegt werde, dass mehrere Vereine die Sportanlagen auf dem TKK-Gelände nutzen könnten, dürfte der Platz nicht zu knapp bemessen sein. Abgelehnt wird von der Aktion Lebensberg eine Straße, mit der das Gebiet mit dem Ebensberg verbunden wird, die unweigerlich zu mehr Verkehrsfluss durch den Stadtteil führen würde.

Nicht von dem Süderelbe-Konzept berücksichtigt seien Ausgleichsflächen, die jedoch im Zuge der zusätzlichen Bodenversiegelung entstehen müssten.