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Die Fußgängerbrücke vom Wandrahmpark zur ehemaligen Nordlandhalle wurde im Herbst 2012 abgerissen. Gegenüber entsteht das Bauprojekt Wohnen am Wasserturm. Foto: dth
Die Fußgängerbrücke vom Wandrahmpark zur ehemaligen Nordlandhalle wurde im Herbst 2012 abgerissen. Gegenüber entsteht das Bauprojekt Wohnen am Wasserturm. Foto: dth

Langer Weg zur Brücke

dth Lüneburg. Lüneburger, die die Ilmenau-Fußgängerbrücke vom Clamart- zum Wandrahmpark vermissen, müssen sich jetzt noch länger bis zu einem Neubau gedulden als bisher geplant. Dabei wurde der Termin zur Wiedererrichtung der Ilmenau-Querung schon mehrmals verschoben. Neu aufgeworfen hat die Frage Marlene von Reck. Am LZ-Lesertelefon wollte sie wissen, wann die Brücke denn fertig werde. Zuletzt war der Bau für das Frühjahr angekündigt worden.

Im Herbst 2012 hieß es, die alte Brücke sei baufällig und müsse abgerissen werden. Zu der Zeit war bereits die Baustelle der Firma Manzke im Gange, um auf dem ehemaligen Areal der Nordlandhalle den Wohnpark am Wasserturm zu errichten. Der Brückenneubau, so hieß es seinerzeit, solle als Stahl-Holz-Konstruktion durchgeführt werden, die Kosten in Höhe von 400000 bis 500000 Euro wollten sich Hansestadt Lüneburg und Bauherr Manzke teilen. Im Frühjahr vergangenen Jahres sollte sie fertig sein. War sie aber nicht. Die Stadt räumte auf Nachfrage ein: „Es war tatsächlich Frühjahr angepeilt, dann aber haben wir festgestellt, dass es noch Abstimmungsbedarf gibt“, sagte seinerzeit Pressesprecherin Suzanne Moenck. Die Ausschreibung sei aber in Vorbereitung. „Im Spätherbst (2013, Anm. d. Red.) soll die neue Brücke fertig sein.“ Die Verwaltung rechnete mit Kosten von 200000 Euro, die Hälfte zahle sie aus eigener Kasse, hinzu kämen Kosten für Wege und Uferbefestigung, die andere Hälfte übernehme Eberhard Manzke als Investor des Wohnparks am Wasserturm. Doch auch der Bautermin Herbst 2013 fiel ins Wasser.

Auf erneute Nachfrage bei der Stadtpressestelle wollte Sprecherin Moenck keinen konkreten Bautermin nennen. „Das hängt mit dem Wohnprojekt am Wasserturm zusammen.“

Die LZ fragte beim Investor nach, Eberhard Manzke sagte dazu: „Wir sind noch in Abstimmung mit der Stadt. Das hängt mit der Außenanlage des Wohnparks, der Wiederherstellung der alten Wegebeziehungen und den geplanten neuen Wegen im Clamartpark durch die Stadt zusammen. Da sind wir aber jetzt auf einem guten Weg.“ Laut Manzke übernehme seine Firma für Brückenbau, Wiederherstellung und Einrichtung neuer Wege Kosten in Höhe von rund 800000 Euro, die Stadt einen Anteil von rund 300000 Euro. Und: „Selbst wenn die Brücke vorher schon fertig gewesen wäre, niemand hätte dort einen Schritt rüber machen können, er wäre sonst in unserer Baustelle gelandet. Wir rechnen mit Fertigstellung im Herbst Spätherbst.“

Übrigens: Einen ersten Eindruck von der Brücke lieferte eine Visualisierung zum Artikel „Streuobstwiese bleibt erhalten“. Für das nächste Wohnbauprojekt in Höhe des Wendehammers der Friedenstraße ist ein anderer Investor verantwortlich, der hat aber dasselbe Architekturbüro wie Manzke. In der Grafik ist die Brücke daher bereits eingezeichnet.