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Die kleinen Künstler aus der Reppenstedter Rappelkiste präsentieren ihren Spitzgiebel. Der gefällt Sponsor Heiko Meyer (hintere Reihe M.) und Citymanager Martin Zießnitz (r.). Sie zeigen Treppen- und Schneckengiebel von Hobbykünstlerin Verena Schwarz. Foto: t&w
Die kleinen Künstler aus der Reppenstedter Rappelkiste präsentieren ihren Spitzgiebel. Der gefällt Sponsor Heiko Meyer (hintere Reihe M.) und Citymanager Martin Zießnitz (r.). Sie zeigen Treppen- und Schneckengiebel von Hobbykünstlerin Verena Schwarz. Foto: t&w

Parade der Giebel

mm Lüneburg. Jetzt geht es richtig los das Lüneburger Giebeljahr 2014 startet. Die ersten von 333 schmuckvoll von kleinen und großen Künstlern gestalteten Giebel sind bereits fertig und zum Teil auch schon wie etwa an der Bardowicker Straße zu sehen. Die eigentliche Giebel-Parade beginnt am 1. Juli, dann schmücken die Kunstwerke Laternen, Schaufenster und Plätze.

Mit zu den ersten Künstlern gehörten Kinder des Reppenstedter Kindergartens „Rappelkiste“, sie übergaben gestern einen Spitzgiebel an Sponsor Heiko Meyer, Chef des Lüneburg Citymanagements (LCM) und Inhaber des Coffee Shops No. 1 an der Schröderstraße. „Die Aktion zu unterstützen, macht einen stolz“, sagt Meyer. Er hatte für sein Café Giebel-Rohlinge bei der Lüneburg Marketing GmbH bestellt. Einen davon ließ er von „Rappelkiste“-Kindern bemalen und verzieren. Das gelang in Rekordzeit.

„Anderthalb Wochen haben wir gebraucht“, berichtet Erzieherin Jennifer Suhrke. Zusammen mit Kollegin Linda Sartorti und ihren 25 Schützlingen, Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, gestaltete sie den Spitzgiebel. Zu sehen ist eine Heidelandschaft mit Schäfer und Heidschnucken. Die malten die Kinder mit Fingerdruck. „Sie sollten möglichst viel selber machen“, sagt Suhrke. Mit Acrylfarben pinselten die kleinen Künstler auch einen Regenbogen und eine Sonne. Die Rückseite ziert das Logo des Coffee-Shops. Die Skizze hierfür fertigte Suhrke, dann wurde die Fläche mit Kleber ausgefüllt, die Kinder streuten Granulat darauf. Die Logo-Kopie sieht seinem Original zum Verwechseln ähnlich.

Hängen wird der Giebel an einem Drahtseil, das zwischen Coffee-Shop und dem gegenüberliegenden Brillengeschäft Augenblick e.K. über die Untere Schrangenstraße gespannt ist. Hinzu gesellen sich noch zwei weitere Giebel, die Meyer bei der Hobbykünstlerin Verena Schwarz in Auftrag gegeben hat. Auch sie wurden mit vorgestellt.

Das Giebeljahr knüpft an die erfolgreichen Aktionen mit Salzsäuen, Stinten und zuletzt Hansekoggen an. Es wurde ausgerufen vom Stadtmarketing und dem LCM. „Die Giebel sind die Wahrzeichen von Lüneburg, sie bieten unglaublich viele Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Marketing-Geschäftsführer Stefan Pruschwitz.

Am 1. Juli startet die Giebel-Parade im Stadtzentrum. Die Werke können aufgehängt oder aufgestellt werden. „Es gibt keine Standortgarantie, die Giebel werden aber alle an gut frequentierten Stellen angebracht“, sagt Citymanager Martin Zießnitz. Während der Sülfmeistertage (3. bis 5. Oktober) soll dann der schönste Giebel gekürt werden. Die Abstimmung startet, wenn alle Skulpturen stehen oder hängen. Sie werden auch fotografiert und dann in einer Bildergalerie im Internet zu sehen sein. Eine Voransicht kann jetzt schon begutachtet werden, das Schuhhaus Schnabel stellt sein Exemplar auf der Blumeninsel an der Bardowicker Straße aus.

Insgesamt wurden für das Giebeljahr von der Firma Panther 333 Rohlinge gefertigt, einige sind noch vorrätig. Die 80 Zentimeter hohen Skulpturen kosten 189 Euro das Stück, wer einen Standfuß benötigt, zahlt zusätzlich 69 Euro. Alle drei Formate (Treppen, Schnecken- und Spitzgiebel) sind im Paketpreis für 499 Euro zu haben.

Wer noch einen Giebel ergattern möchte, kann sich bei Martin Zießnitz von der Lüneburg Marketing GmbH unter Tel. 2076614 oder martin.ziessnitz@lueneburg.info melden.