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Im südlichen Bereich des Sportparks Kreideberg, direkt angrenzend an eine der Tennishallen plant der MTV Treubund ein Bewegungsbecken, das schon zum Jahreswechsel fertiggestellt sein soll  der Bauplatz ist schon abtrassiert. Foto: nh
Im südlichen Bereich des Sportparks Kreideberg, direkt angrenzend an eine der Tennishallen plant der MTV Treubund ein Bewegungsbecken, das schon zum Jahreswechsel fertiggestellt sein soll  der Bauplatz ist schon abtrassiert. Foto: nh

Reha-Wassergymnastik im eigenen Bad

pet Lüneburg. Der MTV Treubund, mit 4800 Mitgliedern Lüneburgs größter Sportverein, hat Großes vor: Geplant ist ein eigenes Bewegungsbecken für Reha- und Präventions-Wassergymnastik und -Schwimmen sowie Schwimmkurse als Anbau an den vereinseigenen Sportpark Kreideberg. Der Sportausschuss des Lüneburger Kreistags hat in seiner jüngsten Sitzung, bei drei Enthaltungen, 50000 Euro aus Mitteln des Strukturentwicklungsfonds für die Gewährung von Zuschüssen für den Sportverein befürwortet.

Das neue Becken soll Ersatz sein für das Therapiebecken in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL), das der MTV Treubund für seine Gruppen mitnutzt. Ende 2012 hatte die PKL angekündigt, über eine Schließung des Beckens nachzudenken der nötige Sanierungsaufwand für das in die Jahre gekommene Bad stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen für die Klinik. ,,Die Ankündigung der Schließung hat damals für einigen Aufruhr gesorgt“, erinnert sich MTV-Treubund-Präsident Hartmut Deja.

Etwa 250 Mitglieder des Vereins und Kursteilnehmer in 16 Trainingsgruppen nutzen Woche für Woche das Therapiebecken. ,,Hauptsächlich aus dem Reha-Bereich“, so Deja. Über eine Schließung des Therapiebeckens werde seit langem diskutiert, bestätigte auf LZ-Nachfrage Angela Wilhelm, Pressesprecherin der Gesundheitsholding Lüneburg, unter deren Dach die PKL firmiert. ,,In der Aufsichtsratssitzung am 9. Juli steht das Thema auf der Tagesordnung.“

Im Anschluss an die Ankündigung, das Bad zu schließen, seien verschiedene Varianten durchgespielt worden, etwa der Bau eines zweiten Bewegungsbeckens im SaLü oder auf dem Freibadgelände, berichtete Deja im Ausschuss. Im Verein sei dann, auch nach direkten Gesprächen mit der PKL, die Entscheidung für einen Anbau an den Sportpark Kreideberg gefallen. Der Zeitplan für den Bau ist im wahrsten Sinne des Wortes sportlich. ,,Zum 1. Januar 2015 wollen wir fertig sein, Wir sind in den Startlöchern“, so Deja.

Auf insgesamt 700000 Euro, so Hartmut Deja, werden die Kosten für das neue Bewegungsbecken geschätzt. Geplant ist ein gefliestes Becken mit einer Länge von 16,66 Metern, einer Breite von 6 Metern und einer Wassertiefe von 1,35 Metern. ,,Kein Schwimmbecken, ein Bewegungsbecken eben“, so Deja. Der Anbau soll im südlichen Bereich des bestehenden Baus entstehen, angrenzend an die Umkleidekabinen der Tennishalle, die mitbenutzt werden sollen.

Der Finanzplan des MTV Treubund: 330000 Euro soll der Eigenanteil betragen, 100000 Euro habe der Landessportbund Niedersachsen bereits bewilligt, 40 000 Euro die Stadt Lüneburg angekündigt. Neben 50000 Euro als Zuschuss vom Landkreis sind weiterhin 180000 Euro an Nutzungsgebühren eingeplant, die von der Psychiatrischen Klinik und vom Salü kommen, wenn die Stunden im neuen Bewegungsbecken MTV Treubund anmieten.

Die Mitglieder des Sportausschusses befürworteten die Pläne des MTV Treubund, auch wenn Ausschussmitglied Bernd Jaschke (Linke) ,,enttäuscht über die Vorgehensweise des Psychiatrischen Klinikums“ war. Weil Nutzer aus dem Stadtgebiet (57 Prozent) gegenüber Nutzern aus dem Landkreis (43 Prozent) bei den Angeboten des MTV Treubund im PKL-Therapiebecken überwiegen, befürworteten Hans-Georg Führinger und Annette Kork (beide CDU), dass die Stadt 50000 Euro und der Landkreis 40000 Euro Zuschuss leisten solle und nicht umgekehrt. Die Mehrheit des Ausschusses stimmte den 50000 Euro dann aber zu.