Dienstag , 27. September 2016
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Oberbürgermeister Ulrich Mädge (l.), Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und Geschäftsführer Carsten Junge in der Kulturbäckerei, die im Herbst eröffnet werden soll. Nicht nur für die Ausstattung, sondern auch für den Betrieb stellt die Sparkassenstiftung Mittel zur Verfügung. Foto: t&w
Oberbürgermeister Ulrich Mädge (l.), Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und Geschäftsführer Carsten Junge in der Kulturbäckerei, die im Herbst eröffnet werden soll. Nicht nur für die Ausstattung, sondern auch für den Betrieb stellt die Sparkassenstiftung Mittel zur Verfügung. Foto: t&w

Fördern und Zeichen setzen

as Lüneburg. Ob es um die PC-Ausstattung von Schulen geht, Präventionsprojekte gegen Rechts wie die Kampagne ,,Lieber bunt als braun“, die Förderung von Sportvereinen oder Kultureinrichtungen und -veranstaltungen oder die Auszeichnung von ehrenamtlichem Engagement all diese Projekte und viele mehr profitieren von der Unterstützung der Sparkassenstiftung. Die Bilanz für 2013 ist enorm: 2,1 Millionen Euro Fördermittel flossen in insgesamt 257 Projekte.

Die Sparkassenstiftung wurde vor zwei Jahren gegründet, ist eine der größten Stiftungen in Norddeutschland. Dass sich unter ihrem Dach seither eine zunehmende Zahl von Treuhandstiftungen und Zustiftungen von Bürgern versammeln, freut Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, sowie Geschäftsführer Carsten Junge. Denn das ermöglicht, gemeinnützige Projekte mit immer größerer Bandbreite zu unterstützen. Den größten Batzen der 2,1 Millionen Euro macht eine sogenannte freie Spende der Sparkasse in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus. Mädge erläutert dazu: ,,Die Gewinne von Sparkassen, deren Träger die Kommunen sind, fließen ins Eigenkapital. Ein Teil wird aber auch an die Kommunen ausgeschüttet oder an Stiftungen für gemeinnützige Zwecke gespendet. So ist es im Niedersächsischen Sparkassengesetz verankert.“ Fast alle Sparkassen in Deutschland hätten inzwischen Stiftungen gegründet, da dies steuerliche Vorteile bedeute und somit noch mehr Geld in die Gemeinnützigkeit gehen könne, ergänzt Carsten Junge. Zum Wohle von vielen Einrichtungen und Projekten, die auf freiwillige Leistungen von Stadt und Landkreis angewiesen sind. In Zeiten knapper Kassen und mit Blick auf den Entschuldungsvertrag, der die freiwilligen Leistungen von Stadt und Kreis begrenzt, wäre ohne die Sparkassenstiftung manches nicht möglich.

334 Förderanträge mit kurzer Projektbeschreibung und detailliertem Finanzierungsplan gingen 2013 bei der Sparkassenstiftung ein, drei Viertel davon wurden positiv beschieden. Die Mitglieder der fünf Stiftungsräte für die Bereiche Kunst und Kultur, Jugend, Sport, Bildung und Soziales, Nachhaltigkeit sowie Bleckede/Ostkreis und Stelljes-Preis sichten die Anträge und geben eine verbindliche Empfehlung ab. Besetzt sind die Stiftungsräte mit jeweils drei externen Bürgern sowie jeweils drei Mitgliedern unterschiedlicher Fraktionen von Stadtrat und Kreistag. Oberstes Gremium ist der Stiftungsvorstand, dem neben Mädge noch Landrat Manfred Nahrstedt und Sparkassendirektor Karl Reinhold Mai angehören.

Neben der Projektförderung, zu der auch die Kulturbäckerei auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung gehört, ehrt die Sparkassenstiftung auch ehrenamtliches Engagement. Der Hans-Heinrich-Stelljes-Preis wird an Bürger vergeben, die sich in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport vorbildlich einbringen. Der Freyja-Scholing-Preis geht an Bürger, die sich für Natur und Umweltschutz engagieren. 2013 wurde erstmals ein Jugendkunstpreis verliehen.

Die Förderliste für 2014 ist wieder lang. Carsten Junge: ,,Schwerpunkte werden unter anderem die Fortführung von Präventionskampagnen sein, der Ausbau des Kunstarchivs und das Projekt Lets Rock, das Übungsräume für Musiker im Lünepark bietet.“ Ein besonderes Augenmerk gilt dem Betrieb Konau 11 im Amt Neuhaus. Dahinter verbirgt sich eine Obstschmiede, die von einem Verein betrieben wird, der sich auch um den Beschnitt von Obstalleen im Amt Neuhaus kümmert. Und damit noch mehr gelingt und unterstützt werden kann, wünschen sich Mädge und Junge, ,,dass der Stiftungsgedanke weitere Bürger ermutigt, sich an unserer Stiftung zu beteiligen“.