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Sektfrühstück mit Kerzen: (v.l.) Michael Kniep, Stefan Brumder, Ulrike Westermann, Monika Becker und andere genießen den Tag im Park  trotz gelegentlicher Schauer. Foto: t&w
Sektfrühstück mit Kerzen: (v.l.) Michael Kniep, Stefan Brumder, Ulrike Westermann, Monika Becker und andere genießen den Tag im Park  trotz gelegentlicher Schauer. Foto: t&w

Picknick mit Schauern

ina Lüneburg. Zum dritten Mal lud die Stiftung „Kirche & Caritas stark für Lüneburg“ zum Bürgerbrunch in den Clamartpark ein. „Verbringen Sie einen schönen Tag in netter Gesellschaft und tun Sie gleichzeitig etwas Gutes“, warben die Organisatoren im Vorfeld. So konnte von den Teilnehmenden durch eine Spende von 40 Euro je ein Tisch und zwei Bänke einer Bierzeltgarnitur reserviert werden. Geschirr und Verpflegung brachten die 200 Anwesenden, unter ihnen die Lüneburger Soroptimistinnen und die Picknick-Gruppe „Hütten und Paläste“, selbst mit.

„Punkt elf hörte der Regenschauer auf“, sagte Michael Semrau, zweiter Vorsitzender des Stiftungsrates. „Die Nässe scheint hier aber niemanden zu stören.“ Allerdings gab es weitere Schauer. Auch der erste Vorsitzende Berthold Schweers, Geschäftsführer der Caritas, zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. „Wir haben in diesem Jahr wieder um die 2500 Euro eingenommen.“

Auch die Besucher waren vom Angebot des kollektiven Schmausens begeistert. „Ich bin zum ersten Mal hier und würde nächstes Jahr sofort wieder kommen“, erklärte Ulrike Westermann. Mit den Mitgliedern ihres bibellesenden Hauskreises genoss sie Quiche, Lachs und Obstsalat mit Kerzenschein im Grünen.

Zur seelischen Verköstigung bot die Band „Blue Swing“ leicht verdaubaren Jazz und Kult-Stadtführerin Verena Fiedler erzählte von alten Zeiten. Ein weiteres Highlight war der „Lebendkicker“, in dem reale Personen als Spielfiguren dienen.

Rund fünfzig Meter entfernt saßen weitere acht Teilnehmer im Schatten des Reiterdenkmals beisammen. Als Repräsentanten der Initiative „dragoner-denk-mal-nach“ wollten sie im Kontext des Bürgerbrunchs Kritik an dem 1939 entworfenen, an die Toten des Dragoner-Regiments im Ersten Weltkrieg erinnernde Reiterstandbild üben. Initiativen-Aktivist Siegfried Berneis: „Wir haben Ausschnitte von Picassos Antikriegs-Bild Guernica aufgehängt, um auf die Beteiligung Lüneburger Militärs an kriegerischen Aktivitäten aufmerksam zu machen.“