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Welcher Bus fährt wo ab? Diese Übersicht soll schnelle Orientierung geben, sie wird an mehreren Stellen am Busbahnhof angebracht. Grafik: nh
Welcher Bus fährt wo ab? Diese Übersicht soll schnelle Orientierung geben, sie wird an mehreren Stellen am Busbahnhof angebracht. Grafik: nh

Tafeln statt Elektronik

us Lüneburg. Wie viele Minuten dauert es noch, bis der nächste Bus tatsächlich kommt? Schon seit Längerem will die Stadt eine Antwort auf diese Kernfrage an den Haltestellen der städtischen Buslinien geben, doch das dafür geplante elektronische Fahrgastinformationssystem lässt wohl noch eine Weile auf sich warten. Der Grund: Nur 45 der 130 KVG-Busse seien überhaupt in der Lage, mit einem solchen System ausgestattet zu werden, informierte Michael Thöring vom Bereich Verkehrsentwicklung der Stadt im Verkehrsausschuss. Vor 2016 sei deshalb nicht mit der Einführung des Systems in Lüneburg zu rechnen. Eine Neuerung soll es dennoch geben: Für die Übergangszeit will die Stadt am Busbahnhof (ZOB) bessere Hinweisschilder anbringen.

„Nach der Erweiterung des ZOB von 12 auf 18 Haltepositionen ist für viele Nutzer nicht mehr auf Anhieb erkennbar, wo welcher Bus abfährt“, erklärte Thöring. Zwar gebe es eine Hinweistafel, doch die werde von vielen nicht wahrgenommen. Jetzt soll der Abfahrtsplan direkt an den Stelen der „Sägezahnaufstellung“ angebracht werden, „und zwar so, dass die Fahrgäste erkennen können, welche Linie von welcher Position aus startet“, erläuterte Thöring.

Eine weitere Tafel soll an den gegenüberliegenden Haltestellen angebracht werden, eine vierte an der „Briefkastenseite“ des Bahnhofsgebäudes, allerdings sei dafür noch die Zustimmung der Deutschen Bahn erforderlich. Der aktuelle Standort „den übersieht man entweder oder man läuft dagegen“, wie Verkehrsdezernent Markus Moßmann in der Sitzung anmerkte soll entfallen.

Eine weitere Neuerung gibt es bereits bei der Belegung der neuen Haltestellen. Hier hat die Stadt auf eine klare Gliederung geachtet: So fahren die Buslinien des Überlandverkehrs nur noch auf der Seite des Bahnsteigs 1 des Hauptbahnhofs ab. Die „Sägezahnaufstellung“ dient jetzt ausschließlich den Linien des Stadtbusverkehrs, auf der Ostseite für Linien, die Richtung Innenstadt fahren, alle übrigen Linien fahren auf der Westseite. „Alle Busse links fahren zum Sand“, brachte Thöring es auf eine Kurzformel.

One comment

  1. Ist doch ganz einfach, warum keiner die dreckigen, beschmierten Tafeln benutzt, weil jeder sein Smartphone dabei hat. Einfach einen GPS-Tracker in den Bus integrieren und die Daten an den HVV senden… fertig. Metronom und DB können das doch auch 😉