Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die Oedemer Feuerwehr zeigt, dass sie im Fall der Fälle weiß, was zu tun ist. Die Helfer befreien ein eingeklemmtes Unfallopfer aus dem Fahrzeug. Foto: ap
Die Oedemer Feuerwehr zeigt, dass sie im Fall der Fälle weiß, was zu tun ist. Die Helfer befreien ein eingeklemmtes Unfallopfer aus dem Fahrzeug. Foto: ap

Gemeinschaft funktioniert noch

ap Lüneburg. Dass auf die Feuerwehr im Fall der Fälle Verlass ist, bewies sie am Sonnabend, 5. Juli, an der Reiterbar in Oedeme. Beim Stadtteilfest zeigten die ehrenamtlichen Kräfte der Ortsfeuerwehr, wie sie ein im Auto eingeklemmtes Unfallopfer befreit. „Es ist eine psychische Belastung für uns, wenn wir an einen Unfallort kommen. Wir wissen nicht, was wir vorfinden“, erzählt Ortsbrandmeister Frank Noether. Während zwei Helfer Schritt für Schritt den eingeklemmten Nick aus dem Wrack befreien, erklärt Noether jeden einzelnen Schritt einer solchen Rettung. Zehn bis fünfzehn Minuten werde das Auto in der Regel mit Schere und Schweißer bearbeitet, die Fenster würden ausgeschlagen, der Kotflügel werde abgetrennt und letztlich das Dach entfernt. Die Vorführung läuft reibungslos, „Opfer“ Nick kann befreit werden.

Die Darbietung der Feuerwehr war ein Höhepunkt des Stadtteilfestes unter dem Motto „Aktives Oedeme“. Doch schon davor und auch hinterher gab es noch viele andere spannende Aktionen, die sehr gut ankamen. „Es sind sehr viele Kinder hier. Das freut mich ungemein“, sagt Ortsbürgermeisterin Christel John. Der Tag habe ihr gezeigt, dass die Gemeinschaft in dem einstigen Dorf und in den vergangenen Jahren kräftig gewachsenen Stadtteil noch existiert. Das Stadtteilfest sei in diesem Jahr so gut besucht gewesen wie noch nie, freute sich die Ortsbürgermeisterin. Denn auch viele Familien mit kleinen Kindern aus dem Neubaugebiet Rosenkamp konnten auf das Gelände gelockt werden.

Der Schützenverein beteiligte sich mit Lichtpunktschießen. Auch hier gab es eine sehr große Resonanz. „Wir überlegen sogar, eine Abteilung für Bogenschießen aufzumachen, weil wir heute so viel zu tun hatten an unserem Stand“, erzählt Thomas Gresny, Jugendsportleiter des Schützenvereins. Auch die 14 Torten der Landfrauen waren in kürzester Zeit verspeist. Christel John hat schon am Tag des Festes das Ziel für das nächste Fest im Visier: dem Oberbürgermeister die Vorzüge des Geländes für ein Ortsteilhaus nahe zu bringen.