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Florian-Max Schäfer lässt stöhnen  die Geräusche dringen aus Lautsprechern, der Student erzeugt sie durch seine Übungen. Foto: kg
Florian-Max Schäfer lässt stöhnen  die Geräusche dringen aus Lautsprechern, der Student erzeugt sie durch seine Übungen. Foto: kg

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mm Lüneburg. Schweiß perlt Florian-Max Schaefer von der Stirn, der Student stemmt mit der Kraft seiner Oberschenkel Gewichte an der Beinpresse. Aus Lautsprechern dröhnt derweil ein Stöhnen. Nicht Schaefers Stöhnen. Doch er erzeugt es mit seinen Bewegungen an dem Sportgerät. Im Studio 21, dem Fitnessstudio auf dem Campus der Universität an der Scharnhorststraße, haben Studenten eine interaktive Klanginstallation für Studiogänger aufgebaut. Sie wollen herausfinden, wie es sich anfühlt, Teil eines musikalischen Kunstwerks zu sein, das nicht mit Noten, sondern durch reine Interaktion funktioniert. Sie fragen sich: Wie wirken Mensch und Maschine zusammen?

Zur Beantwortung haben sie ein Dutzend Fitnessgeräte mit Sensoren ausgestattet. Durch Bewegungen werden Daten erzeugt, die steuern Parameter auf dem Computer an. Sie können Instrumente, Samples und Geräusche in Echtzeit beeinflussen. Mit den Klängen wird aus vier Lautsprechern das Studio beschallt. Zu hören sind dann Stöhngeräusche, Gitarrensounds oder auch ein tanzbares Musikstück, wenn alle angeschlossenen Geräte in Betrieb sind.

Das Klang-Projekt entwickelten die Studenten in einem Kombi-Seminar aus den Bereichen Digitale Medien und Kulturwissenschaft. „Das Projekt ist ein großes Experiment, das es so bisher noch nicht gab“, sagt Seminarleiter Prof. Rolf Grossmann. Die Studenten sollten dabei lernen, praktisch mit Sensorik umzugehen.

Von der Klanginstallation können sich Interessierte von Montag, 14. Juli, bis Freitag, 18. Juli, in der Zeit von 14 bis 20 Uhr im Studio selbst ein Bild machen. Die Durchläufe finden jeweils um 14, 16 und 18 Uhr statt. Es gibt auch eine tägliche Führung um 18 Uhr.