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Die sogenannten weißen Häuser am Klinikum sind seit Monaten Dauerthema in der LZ, weil sich immer wieder Mieter über Mängel beklagen. Die neuen Eigentümer haben jetzt mit der Sanierung begonnen. Foto: t&w
Die sogenannten weißen Häuser am Klinikum sind seit Monaten Dauerthema in der LZ, weil sich immer wieder Mieter über Mängel beklagen. Die neuen Eigentümer haben jetzt mit der Sanierung begonnen. Foto: t&w

Endlich passiert was

ca Lüneburg. Das Hochhaus an der Bögelstraße und die Wohnanlage Am Weißen Turm hatten lange nicht den besten Ruf: kaputte Fahrstühle, in die Jahre gekommene Balkone und eine Hausverwaltung, die sich aus Sicht von Mietern nur schwerfällig um Mängel kümmerte. Inzwischen ist die Anlage mit ihren mehr als 600 Wohnungen an zwei neue Eigentümer verkauft. Gut die Hälfte des Pakets hat das Seevetaler Unternehmen Witt, Schumacher und Kotarski erworben. Und das hat mit Sanierungen begonnen.

Bauleiter Dariusz Kotarski berichtet, dass die weißen Häuser gedämmt werden. Bereits weit fortgeschritten sind die Arbeiten am Hochhaus Bögelstraße10. Dort werde die alte Klinkerfassade abgeschlagen, nun bringen Handwerker an den Wänden Dämmplatten aus Mineralstoffen an, Balkone wurden saniert und mit Scheiben ausgestattet. „So wie ein Wintergarten“, beschreibt Kotarski, als er über die Baustelle führt.

Ein Mieter spricht ihn an, er mache sich Sorgen um die Mineralfasern, die könnten gesundheitsgefährdend sein. Die Gerüste sollten gereinigt werden, sodass keine Flusen in die Wohnungen wehen. Kotarski widerspricht der Gesundheitsgefahr, sagt aber zu, die Baugerüste säubern zu lassen. Der Mann geht halbwegs beruhigt weiter.

Kotarski erklärt, Ziel der neuen Eigentümer sei es, zufriedene Mieter zu haben, die positiv über ihr Zuhause sprechen, das sei die beste Werbung.

Daher wolle man die Anlage in den kommenden fünf Jahren modernisieren. Leerstehende Wohnungen würden auf einen neuen Stand gebracht, allein im Hochhaus mit seinen 104 Wohnungen sei es bis jetzt jede zehnte: „Wenn jemand auszieht, legen wir los.“ Auch Fahrstühle würden repariert. In der Vergangenheit hatten Mieter über wochenlange Ausfälle geklagt, das soll Geschichte sein.

Am Hochhaus kann wohl im Herbst mit dem Abbau des Gerüsts begonnen werden, Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Auch auf ein anderes Problem wollen die neuen Hausherren reagieren: Auf dem Gelände und in Häusern soll eine Videoüberwachung installiert werden, um abschreckend auf Vandalen zu wirken.