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Das Therapiebecken der Kurmittel GmbH will der MTV Treubund auch dann noch nutzen, wenn sein eigenes Becken fertig ist. Foto: A/be
Das Therapiebecken der Kurmittel GmbH will der MTV Treubund auch dann noch nutzen, wenn sein eigenes Becken fertig ist. Foto: A/be

Gerangel um die Wasserzeiten

us Lüneburg. Das Konzept des MTV Treubund, im vereinseigenen Sportpark Kreideberg ein Therapie- und Bewegungsbecken zu errichten, scheint aufzugehen. „Die Aufsichtsräte der Kurmittel GmbH und der Psychiatrischen Klinik haben zugestimmt“, sagte Hartmut Deja, Präsident des MTV Treubund, nach der Sitzung der beiden Gremien. Diesen hatte Deja am Mittwoch die Pläne für den Neubau vorgestellt, von dem sich der Sportverein, aber auch die Kurmittel GmbH und die Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL) Entlastung bei den knappen Wasserzeiten in Lüneburgs Bade- und Therapieeinrichtungen versprechen. Bereits am 1. Januar 2015 soll die neue Anlage in Betrieb gehen, noch ist aber nicht mit den Verhandlungen für die Nutzung der neuen Anlage begonnen worden, die letztlich auch Einfluss auf die Finanzierung haben.

Rund 700000 Euro werde das neue Bewegungsbecken kosten, kündigte Deja an. Davon werde der Landessportbund 100000 Euro übernehmen, 50000 Euro sollen vom Kreis und 40000 Euro von der Stadt kommen. Sein Verein selbst werde sich mit einem Darlehen in Höhe von 330000 Euro an den Investitionskosten beteiligen. Die verbleibenden 180000 Euro sollen durch Vermietungen finanziert werden, sagte Deja.

Wie diese Vermietungen aussehen könnten, darüber soll in den kommenden Wochen mit der Kurmittel GmbH und der PKL verhandelt werden. Während letztere bereits sieben Stunden Bedarf pro Woche angemeldet habe, will sich der Geschäftsführer der Kurmittel GmbH, Dirk Günther, nicht zum konkreten Bedarf seines Unternehmens äußern. „Wir stehen am Anfang der Verhandlungen.“ Laut Deja geht es um drei Stunden pro Woche.

Mit Fertigstellung des eigenen Bewegungsbeckens will der Sportverein seine angemieteten Wasserzeiten bei anderen Einrichtungen teilweise reduzieren. So entfallen die 16,5 Stunden bei der PKL komplett, deren eigenes Becken aufgrund zu hohen Sanierungsbedarfs nicht weiter betrieben werden soll. Ebenso soll die Hälfte der derzeit sieben Nutzungsstunden bei der Kurmittel GmbH entfallen sowie ein Viertel der knapp neun Stunden in Oedeme. Das Kuriose: Der MTV Treubund bleibt Mieter bei der Kurmittel GmbH, die aber gleichzeitig wohl auch Mieter beim MTV in dessen neuer Anlage wird. Denn Geschäftsführer Günther kündigt an: „Ich brauche Wasserfläche.“ Deja erklärt das unter anderem damit, dass man es nicht allen eigenen Kunden zumuten könne, zum Kreideberg zu fahren.