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Bernd Werner (l.) und Jens-Uwe Thümer (r.) von der Lüneburger Stiftung Medien- und Onlinesucht übergeben die Studie an den Europa-Abgeordneten Bernd Lange. Foto: nh
Bernd Werner (l.) und Jens-Uwe Thümer (r.) von der Lüneburger Stiftung Medien- und Onlinesucht übergeben die Studie an den Europa-Abgeordneten Bernd Lange. Foto: nh

Wenn Schüler über Schüler lästern

lz Lüneburg. Fast jeder fünfte Schüler im Alter von 11 bis 14 Jahren in Deutschland war schon mal von Cybermobbing betroffen. In Spanien sind es sogar fast 30 Prozent. Die Lüneburger Stiftung Medien- und Onlinesucht hat deshalb ein Europäisches Comenius-Projekt ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, über Ursachen, Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten zum Thema zu informieren. Lehrern in ganz Europa wird Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt. Es steht in deutscher Sprache bereits jetzt auf der Internetseite der Stiftung zum Herunterladen.

Digitale Geräte und das Internet spielen eine bedeutende Rolle im Leben der Mädchen und Jungen, nahezu täglich nutzen Jugendliche Handys oder Facebook. Das birgt Risiken, etwa wenn Jugendliche über Mitschüler herziehen und alle anderen das mitlesen können. Aufklärung für eine sichere Nutzung der neuen Medien, in die auch Eltern und Lehrer eingebunden sind, sei erforderlich. Bei Projekttreffen mit Partnern aus Spanien, Litauen, Bulgarien, Rumänien, Slowenien und Deutschland werden sogenannte Bildungskinos in mehreren Sprachen entwickelt, die einen leichten Zugang zum Thema und Informationen ermöglicht (www.cyberhelp.eu). Durch den Lüneburger Rechtsanwalt Jens-Uwe Thümer wird die juristische Seite des Themas beleuchtet und der Straftatbestand von Cybermobbing deutlich gemacht. Bei einem Treffen mit dem Europaabgeordneten Bernd Lange (SPD) wurden ihm Rechercheergebnisse und Forderungen vorgestellt. Lange ist auch deshalb Ansprechpartner, da die EU das Projekt finanziell fördert.