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Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Sozialministerin Cornelia Rundt, Dr. Michael Moormann und Dr. Jörg Cramer (v.l.) sehen sich am Modell die Pläne für die Erweiterung an. Foto: t&w
Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Sozialministerin Cornelia Rundt, Dr. Michael Moormann und Dr. Jörg Cramer (v.l.) sehen sich am Modell die Pläne für die Erweiterung an. Foto: t&w

Mehr Geld für Klinik-Ausbau

as Lüneburg/Hannover. Insgesamt 120 Millionen Euro an Investitionsmitteln sollen in diesem Jahr in niedersächsische Krankenhäuser fließen. Dafür hat sich der Krankenhausplanungsausschuss des Landes ausgesprochen, der Kabinettsbeschluss dazu steht noch aus. Empfohlen hat der Ausschuss auch, die Festbetragsförderung für den Erweiterungsbau des Klinikums Lüneburg um bis zu fünf Millionen Euro zu erhöhen, damit der Komplex um eine zusätzliche Etage aufgestockt werden kann. Das Klinikum ist nun aufgefordert, die Baupläne für diese Etage zu erstellen und einzureichen, damit die Oberfinanzdirektion über die Höhe der förderfähigen Kosten entscheidet.

Wie berichtet, hatte das niedersächsische Sozialministerium bereits Ende 2013 zugesagt, dass das Land den 44,6 Millionen Euro teuren Klinik-Ausbau mit insgesamt 32,7 Millionen fördern wird. Entstehen sollen eine neue Intensivstation, eine zentrale Notaufnahme sowie eine IMC-Station. Intermediate Care, zu Deutsch Zwischenpflege, ist ein Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalpflege. Die IMC ist für Patienten konzipiert, deren Erkrankung einen hohen Überwachungs- und Betreuungsaufwand verursacht, die im eigentlichen Sinn aber nicht intensivpflichtig sind. Derzeit sind die Intensivstationen noch im ältesten Teil des Gebäudekomplexes auf zwei Etagen untergebracht. In dem Neubau, der leicht versetzt vor dem Blauen Planeten entstehen soll, soll auch die Radiologie konzentriert werden, die derzeit noch an drei Standorten ist. Aufgrund der kontinuierlich steigenden Patientenzahlen möchte das Klinikum den Erweiterungsbau aber noch um ein weiteres Stockwerk erweitern. Für die zusätzliche Förderung gab es nun das erste Signal aus Hannover.

„Das ist eine tolle Nachricht für das Klinikum und passt schlüssig zur Unterstützung des Landes für die Gesundheitsregion Lüneburg“, sagt Geschäftsführer Dr. Michael Moormann in Anspielung auf den in der vergangenen Woche an Sozialministerin Rundt übergebenen Antrag des Landkreises. Der Ärztliche Direktor Dr. Jörg Cramer freut sich für die Patienten und die Mitarbeiter: „Der hohe Patientenzulauf der vergangenen Jahre ist ja ein Zeichen, dass die hohe medizinische und pflegerische Qualität anerkannt wird. Jetzt ist absehbar, dass sich auch die Qualität der Unterbringung unserer Patienten deutlich verbessert, das erleichtert auch die Arbeit für unsere Mitarbeiter.“ Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Jörß zeigt sich erleichtert, dass die Summe der aus Eigenmitteln zu finanzierenden Baukosten dadurch verringert und die Planungssicherheit erhöht wird.

Inzwischen laufen vorbereitende Maßnahmen für die Freimachung des Baufeldes. Dazu gehören zum Beispiel diverse Umzüge und Umbauten, denn wo gebaut werden soll, stehen unter anderem noch Container.