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Hoch die Posaunen: Auf dem Lüneburger Marktplatz feierten Scharen von Bläsern das Landesposaunenfest 2014 der Landeskirche Hannover. Foto: t&w
Hoch die Posaunen: Auf dem Lüneburger Marktplatz feierten Scharen von Bläsern das Landesposaunenfest 2014 der Landeskirche Hannover. Foto: t&w

Lüneburg macht dicke Backen +++ mit Fotogalerie

mm Lüneburg. Lang ist`s her: Vor 58 Jahren wurde das letzte Landesposaunenfest in Lüneburg gefeiert. „Da waren wir auch Fußball-Weltmeister“, stellte Christine Schmid fest. Nun wiederholt sich die Geschichte. Die Superintendentin des Kirchenkreises Lüneburg eröffnete am Vormittag des 20. Juli den Gottesdienst zum Landesposaunenfest auf dem Lüneburger Marktplatz. Da wurde geblasen und getutet. Eingeläutet wurde der Festgottesdienst von den Glocken der drei Stadtkirchen St. Michaelis, St. Johannis und St. Nicolai. Und den Bläsern und Posaunenchören der Landeskirche Hannover. Sie begleiteten den LandesJugendPosaunenchor, die musikalische Leitung oblag Ulf Pankoke. „Das letzte Landesposaunenfest ist zwar lange her, aber die Faszination ist gleich geblieben. Die fürs Musizieren und Gottloben“, sagte Schmid.

Zum Musizieren waren 2000 Bläser gekommen. Beim Auftakt-Gottesdienst auf dem Marktplatz bekam Christine Schmid von Landessuperintendent Dieter Rathing eine Trompetenblume überreicht, Schmid hatte Geburtstag. Die Blume habe etwas mit den Jungbläsern gemeinsam: „Man fragt sich, was aus denen bloß werden soll?“ scherzte Rathing. „Doch wenn die Blume erstmal anfängt in die Höhe zu schießen, ist sie nicht mehr zu halten.“ Genau wie die jungen und älteren Bläser. Sie pusteten in die Trompeten, bließen ins Horn, stießen in die Tuba und spielten die Posaunen.

Die Jugend veranstaltete ein Jungbläserfestival in der St.-Ursula-Schule, feierte dort einen Gottesdienst, beteiligte sich an Bläser- und Percussion-Workshops. Die Leitung hatten Christian Fuchs und sein Team in Zusammenarbeit mit dem Percussion-Ensemble Groove Onkels inne.

Geleitet von dem amerikanischen Posaunistin Mike Svoboda wurde ein experimentelles Konzert in St. Nicolai. Svoboda lebt in der Schweiz, er spielte auf jenem Blasinstrument, das als Nationalsymbol der Alpenrepublik gilt: Dem Alphorn. Beim Einzug ins Kirchenschiff mit dem Horn ließ er die Alpensinfonie von Richard Strauss erklingen. „Das hört sich an wie in den Bergen“, raunte es aus Reihen der Besucher. „Experimentelles Familienkonzert“ nennt Svoboda sein Ensemble, zu dem auch Didgeridoo, Posauen und Südseemuschel gehören.

Zum Posaunenfest gehörten außer den Konzerten in den Stadtkirchen und der Musikschule sowie den zahlreichen Workshops auch eine historische Kostüm- und eine Rote-Rosen-Führung durch die Stadt, organisiert von der Lüneburg Marketing. Auch gab es Bläser­andachten in verschiedenen diakonischen Einrichtungen.

Das Posaunenfest klang aus mit „Rhythm & Brass“ auf dem Marktplatz. Es spielten die Blechbläser und Percussionkünstler. Die Landespastorin für die Posaunenarbeit, Marianne Gorka, gab ihren Reisesegen für die vielen Gäste, die kaum ein halbes Jahrhundert auf das nächste Posaunenfest in Lüneburg warten wollen.

 +++Fotogalerie+++

2 Kommentare

  1. Ingeman Nilsson

    Ich finde es schade, dass die Jacobs Gospel Singers aus Osnabrück keinerlei Beachtung in der Berichterstattung finden.
    Sie haben ein einstündiges Konzert auf der Marktplatzbühne gegeben. Das bei drückender Luft und brütender Hitze. Und das Konzert war super.

  2. Genauso mit ‚Windstärke 11‘ – die an verschiedenen Stellen in der Stadt gespielt haben. Danke dafür!!