Mittwoch , 28. September 2016
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Die Lüneburger Rats- und die Jugendbücherei haben ihr Angebot ausgeweitet. Doch natürlich bleiben Bücher das Kerngeschäft.
Antje Bechly (l.) und Claudia Bußjäger geben einige persönliche Empfehlungen für die Urlaubszeit. Foto: t&w
Die Lüneburger Rats- und die Jugendbücherei haben ihr Angebot ausgeweitet. Doch natürlich bleiben Bücher das Kerngeschäft. Antje Bechly (l.) und Claudia Bußjäger geben einige persönliche Empfehlungen für die Urlaubszeit. Foto: t&w

Lesestoff, Spiel- und Filmspaß ++ mit Empfehlungen für Erwachsene und Kinder

ahe Lüneburg. Kurz vor den Sommerferien hat es noch einmal etwas angezogen, hatten Claudia Bußjäger, Antje Bechly und ihre Kollegen von der Lüneburger Ratsbücherei sowie der angrenzenden Kinder- und Jugendbücherei gut zu tun. Kleine und große Leseratten haben sich eingedeckt für den Sommerurlaub. Und davon gibt es reichlich in Lüneburg. Allein im Jahr 2013 haben die Bibliothekarinnen und ihr ganzes Team 156611 Besuche gezählt. 7899 aktive Nutzer, also solche, die mindestens einmal innerhalb der zwölf Monate etwas ausgeliehen haben, wurden registriert, darunter 1849 Neuzugänge. Längst leihen sie nicht mehr nur Bücher aus, auch CDs, DVDs und Spiele gehören zum Angebot. Neu im Sortiment sind nun Filme im Blue-ray-Format und Spiele für die Playstation 3.

„Blue-rays wurden häufiger nachgefragt, jetzt haben wir die ersten 40 Filme in der besseren Qualität angeschafft“, sagt Antje Bechly. Darunter sind vor allem Kino-Kassenschlager wie „The Wolf of Wall Street“ und „Fack ju Göhte“. Bislang noch ein Klacks im Vergleich zu den 3500 DVDs, die allein in der Ratsbücherei am Marienplatz stehen die Zweigstelle in Kaltenmoor nicht mal mitgerechnet.

Neu angeschafft hat die Bücherei zudem 20 Spiele für die Playstation 3, nachdem Spiele für die Wii und Nintendo DS schon länger zum Bestand gehören. Wie bei Büchern gilt auch hier: Bis zu drei Wochen kann ein Spiel zunächst verliehen werden, zweimal kann diese Zeit verlängert werden. Für Kinder und Jugendliche ist die Ausleihe komplett kostenlos, Erwachsene zahlen pro Jahr einmalig 20 Euro, Studenten und Sozialgeldempfänger 14 Euro. Weitere Informationen zum Angebot der Ratsbücherei sowie der Kinder- und Jugendbücherei, die über die Sommerferien wie gewohnt dienstags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 13 Uhr, donnerstags und freitags jeweils von 15 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 13 Uhr geöffnet hat, gibt es unter www.lueneburg.de/ratsbuecherei und auf der eigenen Facebookseite.

Urlaubslektüre: Empfehlungen für Kinder (von Antje Bechly)

Urlaubslektüre: Empfehlungen für Kinder (von Antje Bechly)

„Echte Helden hüpfen hoch“
In der Bildergeschichte für Kinder ab drei Jahren geht es um einen Frosch, der ein Held sein möchte und dafür außergewöhnlich springen will. Er hüpft über einen Igel und einen Grill, das geht aber beides schief. Schließlich landet er in einem Puppenhaus, flüchtet aus dem Fenster, landet dabei auf einem Trampolin und schafft so doch noch einen außergewöhnlich hohen Sprung. Es ist eine lustige, schön gezeichnete Geschichte, die sich im Alltag der Kinder mit Puppenstube und Garten abspielt.

„Zara – Alles Sommer“
Der zweite Teil der Serie ist als Buch und als Hörbuch erhältlich und richtet sich an Mädchen ab zehn Jahren. Die Hauptfigur möchte nicht mit ihren Eltern in den Griechenland-Urlaub, macht deshalb heimlich Straßenmusik, um sich Geld für ein Musikcamp zu verdienen. Die Eltern kommen schließlich dahinter und geben ihr das noch fehlende Geld, damit sie ihren Wunsch verwirklichen kann. Im Musikcamp an der Ostsee ist aber nicht alles eitel Sonnenschein, dort trifft Zara auch ihre Erzfeindin wieder.

„Fußballprofi“
In der Reihe wird die ganze Karriere eines Fußballers erzählt, der als kleiner Junge mit dem Spielen anfängt und es am Ende tatsächlich zum Profi in der Bundesliga schafft. Im ersten Band „Ein Talent wird entdeckt“ geht es um die Anfänge. Es werden aber nicht nur die positiven Seiten erzählt, sondern auch die Schattenseiten – die wenige Zeit, die für Freunde bleibt, das Verlassen des Elternhauses für das Fußballinternat. Die Spielszenen werden sehr detailliert erzählt, darum dürfte die Reihe, die sich an Jungs ab neun Jahren richtet, gerade bei echten Fußballfans gut ankommen.

„Berlin – Der cool verrückte Reiseführer“
Kein normaler Reiseführer, sondern einer speziell für Jugendliche mit ganz skurrilen Informationen. Zum Beispiel erfahren die Leser, warum es in Berlin an so vielen Orten gelbe Bananen zu sehen gibt, eben weil ein Sprayer sie zu seinen Markenzeichen zählt. Oder auch, dass in der Hauptstadt rund 500 Waschbären leben. Dazu gibt es ein bisschen Geschichtswissen. Die Reiseführer gibt es auch für andere Metropolen wie London.

Urlaubslektüre: Empfehlungen für Erwachsene (von Claudia Bußjäger)

Urlaubslektüre: Empfehlungen für Erwachsene (von Claudia Bußjäger)

„Ein Tag im März“
Jessica Thompson erzählt die Geschichte von einem Mann, der eher aus Versehen von einem Jugendlichen erschossen wird. Die Witwe muss mit dem Geschehen klar kommen, sie lässt ihrer Trauer unter anderem in einem Café freien Lauf, wo sie später auch einen anderen Mann kennenlernt. Durch Zufall lernt sie auch die Mutter des Jugendlichen kennen, der ihren Gatten erschossen hatte. In dem Buch geht es vor allem um Vergebung, es eignet sich prima für den Strand.

„Dünentod“
In dem Küstenkrimi von Sven Koch geht es um einen Polizisten, der eigentlich außer Dienst ist – bis seine Partnerin niedergestochen wird. Er ermittelt und findet heraus, dass sie im Millieu einer Rockergang recherchiert hat, stößt auf merkwürdige Fingerabdrücke ohne Rillen an der Tatwaffe, die auf einen genetischen Fehler beim Täter hindeuten. Im weiteren Verlauf findet er heraus, dass der Mann mit den sonderbaren Fingerabdrücken offenbar ein Attentat plant.

„Das Huhn, das vom Fliegen träumte“
Eine moderne Fabel über das Leben für Erwachsene von der koreanischen Autorin Sun-Mi Hwang. Es geht um eine Legehenne, die schon alt und ziemlich mitgenommen ist. Sie soll eigentlich gekeult werden, überlebt aber. Ihr gelingt die Flucht, dabei stößt sie auf ein Entenei, das sie ausbrütet. Schließlich schlüpft ein Erpel, der versucht, zu den anderen Enten zu kommen, von der falschen Mutter zunächst aber nicht gelassen wird. Später opfert sich die Henne selbst als Essen, dennoch ist es ein tröstliches Ende.

„Zwei Leben“
Kein Buch, sondern eine DVD. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Katrine lebt mit ihrer Familie ein glückliches Leben in Norwegen. Doch mit dem Fall der Mauer wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt: Als Tochter einer Norwegerin und eines deutschen Soldaten wurde sie als Kind nach Deutschland verschleppt. Mit Mitte 20 floh sie aus der DDR nach Norwegen, um ihre leibliche Mutter zu finden. Bei Ermittlungen stellt sich heraus, dass Katrine ein Geheimnis hat. Ist ihre Mutter womöglich gar nicht ihre richtige Mutter?