Dienstag , 27. September 2016
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Heiko Dörbaum, Ortsvorsteher vom Ebensberg, deutet an: Hier könnte sich in den kommenden Jahren ein neues Baugebiet anschließen. Foto: A./be
Heiko Dörbaum, Ortsvorsteher vom Ebensberg, deutet an: Hier könnte sich in den kommenden Jahren ein neues Baugebiet anschließen. Foto: A./be

Wo Lüneburg wachsen soll

as Lüneburg. Seit Jahren ist Lüneburg auf Wachstumskurs. Die Nachfrage nach Wohnraum und Grundstücken ist enorm, zumal die Stadt Zuzugsgebiet für Hamburger ist. Vor fünf Jahren hatte die Politik mit der Verwaltung ein Bauland-Konzept erstellt. Vieles ist inzwischen umgesetzt beziehungsweise im Entstehen. Darüber hinaus hat die Stadt bereits weitere Areale für Häuslebauer im Blick.

Der Schlieffenpark solle mittelfristig in Bauland umgewandelt werden, hieß es vor fünf Jahren. Inzwischen ist der erste Bauabschnitt des Hanseviertels so gut wie beendet, nun soll das Hanseviertel II mit Geschossbauten und Geschäften im Zentrum wachsen, und die Stadt hofft darüber hinaus auf zügige Verhandlungen mit dem Bund für den Erwerb der Flächen Hanseviertel Ost. Auch die Grundstücke für Pilgerpfad Süd waren schnell verkauft. Aktuell laufen die Vorarbeiten für das Neubaugebiet Ilmenau Garten, wo 400 Wohneinheiten, Läden und Büros realisiert werden sollen, sowie für das Neubaugebiet Auekamp auf dem ehemaligen Gelände des LSK, wo auf 26 Grundstücken Einfamilienhäuser geplant sind. Alles Projekte des Bauland-Konzeptes von vor fünf Jahren.

Innerhalb der kommenden fünf Jahre könnten nun zwei weitere Neubaugebiete entstehen, die Rot-Grün auch in ihrer Gruppenvereinbarung zum Thema gemacht haben. Rund 200 Einfamilienhäuser könnten auf einer Fläche entstehen, die sich rechts hinter dem Ebensberg in Richtung Erbstorf anschließt. Dieses Neubaugebiet könnte durch eine eigene Zufahrt von der Erbstorfer Landstraße erschlossen werden. Oberbürgermeister Ulrich Mädge hatte dazu bereits im vergangenen Jahr erklärt, dass man das Gebiet schon vor zehn Jahren im Blick gehabt habe, damals seien die Pläne jedoch an der Bahnstrecke und einer teuren Querung gescheitert. Ein bereits vor Jahren auf den Weg gebrachter Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „hat keine Gültigkeit mehr. Das Verfahren muss neu gestartet werden“, sagt Stadtpressesprecher Daniel Steinmeier.

Wohnbebauung ist außerdem für den Bereich zwischen Ostumgehung/Abfahrt Kaltenmoor, Hagen und der Kreisstraße nach Wendisch Evern geplant. 100 bis 150 Einfamilienhäuser wären hier möglich. Voraussetzung ist, dass die Eigentümer die Flächen bereitstellen wollen.

Nachdrücklich halten sich auch Gerüchte, dass Lüneburg zwischen Rettmer, Oedeme und Heiligenthal wachsen könnte. Stadtpressesprecher Steinmeier winkt ab: „Aus städtischer Sicht ist da nichts geplant.“ Allerdings möchte der Verein Campus, wie berichtet, Hallen und den Schornstein der ehemaligen Ziegelei in Rettmer von einer Hamburger Immobilienfirma kaufen. Geschäftsführer Klaus Hoppe erklärte jetzt gegenüber der LZ, dass eine Zustimmung vom Verein Campus bezüglich des Kaufes noch ausstehe. „Wir bereiten aber derzeit eine Bauvoranfrage für einen landwirtschaftlichen Betrieb vor, der auch die Flächen der ehemaligen Ziegelei umfasst.“ Auch Überlegungen zum Bau eines Blockheizkraftwerkes auf dem Areal hatte Hoppe im Juni in der LZ geäußert. Klaus Hoppe machte jetzt deutlich: „Ein Blockheizkraftwerk würden wir nur bauen, wenn ein Wohngebiet auf dem Areal um die Ziegelei entstehen würde und ein Investor ein Anschließen wünscht.“

One comment

  1. Seit Jahren ist Lüneburg auf Wachstumskurs.
    in welchen richtungen? in die, wo die nachbargemeinden keine schulden haben? vorsicht, eingemeindungen drohen. lüneburg ist hoch verschuldet.