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Der Sinn von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

lz Lüneburg. „Patientenverfügung: Sicherheit für sich selbst, Entlastung für die Angehörigen“ lautet das Thema des Gesundheitsforums am Dienstag, 26. August, 19 Uhr, im Hörsaal des Klinikums an der Bögelstraße. Dr. Heiko Nolzen, Justiziar der Gesundheitsholding, und Dr. Claus-Heinrich Müller, Leitender Oberarzt am Klinikum, referieren.

Vorsorge zu treffen ist wichtig beispielsweise in Form finanzieller Absicherung für das Alter oder als Absicherung gegenüber Unfällen durch Versicherungen. Aber sorgen wir auch für den Fall vor, dass wir durch plötzliche schwere Erkrankung oder im Alter nicht mehr selbst die Entscheidungen darüber treffen können, welche Behandlungen und Operationen ausgeführt werden sollen? Bisher treffen nur zehn Prozent der Bundesbürger auch Vorsorge für diese Fälle.

KlinikumÄrzte benötigen für jede Behandlung die Zustimmung der Betroffenen. Solange ein kranker Mensch entscheidungsfähig ist, kann er selbst die Zustimmung geben oder verweigern. Aber wie stellt man den Willen eines Menschen fest, wenn er selbst nicht mehr in der Lage ist, diesen zu äußern? In diesem Fall ist eine Patientenverfügung eine große Hilfe, um im Sinne des Patienten zu entscheiden. Hier kann jeder im Voraus festlegen, wie er sich seine ärztliche und pflegerische Behandlung in bestimmten Situationen vorstellt, zum Beispiel bei künstlicher Beatmung, Dialyse, künstlicher Ernährung, Wiederbelebung oder lebenserhaltenden Maßnahmen.

Mit einer Patientenverfügung kann jeder bestimmen, welche ärztlichen Maßnahmen er wünscht oder ablehnt, wenn er diese Entscheidung nicht selbst äußern kann. Eine Patientenverfügung ist verbindlich. Je konkreter sie formuliert ist, umso einfacher wird es für die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte, den Wünschen der Betroffenen zu folgen.

In Ergänzung dazu kann in einer Vorsorgevollmacht festgelegt werden, welche Person im Fall einer Handlungs- oder Entscheidungsunfähigkeit an die Stelle des Betroffenen tritt und für diesen entscheidet.

Der Vortrag informiert über die rechtlichen Grundlagen zur Formulierung einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Es werden konkrete Beispiele vorgestellt, wann man sie braucht und warum sie für jeden wichtig sind. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen.