Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Der Lüneburger Joachim Scheid hat seinen Fund fotografiert, der dafür sorgt, dass das Grundstück vorerst gesperrt wird. Foto: Scheid
Der Lüneburger Joachim Scheid hat seinen Fund fotografiert, der dafür sorgt, dass das Grundstück vorerst gesperrt wird. Foto: Scheid

Munitionsreste im Hanseviertel gefunden

ahe Lüneburg. Joachim Scheid war auf der Suche nach Würmern. Als Köder zum Angeln. Gefunden hat er Munitionsreste auf dem Areal an der Lübecker Straße im Hanseviertel. Der Lüneburger informierte die Polizei, die Montagmittag, 25. August, die alten Patronen einsammelte. Stadt, Eigentümer und Ordnungshüter entschieden bei einem Ortstermin: Das Gelände wird vorerst abgesperrt, Spezialisten sollen schauen, ob möglicherweise weitere Munitionsreste auf dem ehemaligen Bundeswehrareal schlummern.

Es ist nicht der erste Munitionsfund auf dem Grundstück hinter dem Behördenzentrum Ost, bereits vor zwei Jahren hatten spielende Kinder ähnliche Entdeckungen gemacht, auch damals wurde das Grundstück, das der Sparkassentochter idb gehört, vorübergehend abgesperrt (LZ berichtete). Schon vor dem Start der Bauarbeiten war der Kampfmittelräumdienst vor Ort, hatte einen Teil des Grundstücks hinsichtlich möglicher Altlasten in Augenschein genommen, ehe die idp das Areal übernahm. Nach dem Munitionsfund 2012 gab es dann eine weitere Untersuchung des Geländes. Besonders gründlich scheint die nicht gewesen zu sein. Scheid sagt nun: „Ich habe nur oberflächlich gegraben und schon dabei einiges gefunden.“ Er habe das Gefühl, seine Sorge, dass dort spielenden Kindern mal etwas passieren könne, werde nicht ernst genommen.

Dem hält Polizeisprecherin Antje Freudenberg entgegen: „Es ist grundsätzlich richtig, bei verdächtigen Funden so schnell wie möglich die Polizei zu informieren. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Deshalb sind wir auch gleich nach der Benachrichtigung durch Herrn Scheid rausgefahren und haben die rostigen Munitionsreste mitgenommen.“

Eine akute Gefahr habe weder damals noch heute bestanden, versichern Stadt und Polizei, dennoch wollen alle Beteiligten auf Nummer sicher gehen. Stadtpressesprecher Daniel Steinmeier sagt: „Die Fläche wird eingezäunt, der Eigentümer hat nun dafür Sorge zu tragen, dass eine Fachfirma das Gelände untersucht.“