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Garten- und Landschaftsbauer Alexander Marx beseitigt das Fundament der Reiter-Statue, die ihren Platz im Lünepark gefunden hat.  Diese Maßnahme ist Teil der ersten Bauphase für die Neugestaltung der Parkanlage am Schifferwall. Foto: t&w
Garten- und Landschaftsbauer Alexander Marx beseitigt das Fundament der Reiter-Statue, die ihren Platz im Lünepark gefunden hat. Diese Maßnahme ist Teil der ersten Bauphase für die Neugestaltung der Parkanlage am Schifferwall. Foto: t&w

Kur für den Bastion-Park

jdr Lüneburg. Die Bastion am Schifferwall erhält ein neues Gesicht, nach dem Facelifting soll sich die Grünanlage moderner und attraktiver präsentieren für jede Altersgruppe. Allerdings begannen die Arbeiten mit Verspätung. War der Startschuss bereits für den vergangenen April geplant, rollen seit Anfang dieser Woche nun erste Baumaschinen. Aufgeteilt in drei Arbeitsphasen, sollen die Maßnahmen am Schifferwall bis Mitte November abgeschlossen sein.

Die gute Nachricht: Nach aktuellen Berechnungen werden sich die Ausgaben statt der zunächst angesetzten 330000 Euro nur auf 250000 Euro belaufen und zwar inklusive der Planungskosten. Laut Stadtpressesprecher Daniel Steinmeier ist der um rund 80000 Euro geschrumpfte Betrag auf eine Optimierung der Konzeption zurückzuführen. „Die Bastion zwischen Ilmenau und Lösegraben ist darüber hinaus Teil des Sanierungsgebiets Wasserviertel“, erklärt Steinmeier, „die Zahlungen werden daher zu zwei Dritteln von Bund und Land, zum restlichen Drittel von der Hansestadt Lüneburg getragen.“

Weil die Anlage nicht mehr an die Bedürfnisse ihrer Besucher angepasst war, sie über die vergangenen Jahre laut der Stadt ,,erheblich an Attraktivität, Wert und Aufenthaltsqualität verloren“ habe, wurden bereits im Mai 2013 Ideen und Vorschläge von Bürgern, Naturschutzverbänden und dem Ruderclub gesammelt. Im Februar 2014 wurden im Rahmen einer Bürgerversammlung dann erste Pläne für eine Generalüberholung vorgestellt.

Daniel Steinmeier zufolge halte man an den bisherigen Gestaltungsplänen fest. Demnach soll der Park Raum für zwei Spielplätze bieten einer für Kleinkinder, ein weiterer für ältere Kinder. Zudem erhoffe man sich, durch die Installation verschiedener Mehrgenerationen- beziehungsweise Fitnessgeräte auch das Interesse des reiferen Publikums zu wecken.

Momentan finden Bodenarbeiten statt, „damit schaffen wir erstmal die Grundvoraussetzungen für alle weiteren Schritte“, verrät Garten- und Landschaftsbauer Alexander Marx von der Firma Franz Darger. Seine Kollegen und er nahmen eine Grünentrümpelung vor, entfernten das Fundament des zum Lünepark umgezogenen Reiterstandbilds und steckten eine neue Wegeführung ab, die nun darauf wartet, in den kommenden Tagen ausgekoffert zu werden.

Marx sagt: „In der zweiten Phase werden die Wege dann angelegt, mit neuen Beeten, bis im letzten Schritt dann schließlich alle Ausrüstungsgegenstände, wie Spielgeräte, Bänke oder Papierkörbe montiert werden können.“

One comment

  1. Es mag ja prima sein, für die Firma Darger und alle anderen, die hier Aufträge und Gelder erhalten, aber als Anwohner kann man sich nur über die Geldverschwendung wundern, und diese ganze, völlig unnötige Aktion (inklusive Sperrung des Parks). Einen Kinderspielplatz gab es im Schifferwallpark bereits, den hätte man nur etwas aufzuräumen brauchen. Und dass der Park in der Vergangenheit eher wenig genutzt wurde, liegt ganz bestimmt nicht an fehlenden Fitnessgeräten, Fahnenmasten oder Beton-Fusswegen. – Sondern schlicht und einfach an der etwas abgeschiedenen Lage des Parks, hinter der vielbefahrenen Straße. Für viele von uns Anwohnern war das aber gar kein Problem. Wir haben uns an der idyllischen Parkathmosphäre erfreut. Aber „Facelifting“ ist ja gerade sehr angesagt, und villeich gibts ja bald auch noch eine Facebook-Seite zum Schifferwall, gefördert vom Media-Fond der EU? Oder Gips-Attrappen von Bäumen, als Mitmach-Aktion für Jung und Alt? Schöne neue Welt …