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Auf diesem Areal parallel zur Soltauer Straße möchte der DRK-Ortsverein eine Seniorenanlage für betreutes Wohnen bauen. Foto: be
Auf diesem Areal parallel zur Soltauer Straße möchte der DRK-Ortsverein eine Seniorenanlage für betreutes Wohnen bauen. Foto: be

„Unterstützenswertes Projekt“

as Lüneburg. Die Seniorenanlage für betreutes Wohnen, die der DRK-Ortsverein Lüneburg auf dem ehemaligen Gelände der Firma Frido Anders errichten möchte, ist einen Schritt weiter. Der Bauauschuss der Stadt diskutiert heute, 16. September, von 15.30 Uhr an im Glockenhaus den überarbeiteten Entwurf des Bebauungsplanes. Danach wird der Entwurf noch einmal ausgelegt. „Anfang kommenden Jahres wäre dann ein Satzungsbeschluss möglich“, sagte Stadtbaurätin Heike Gundermann auf Anfrage.

Wie berichtet, soll auf einem Areal von knapp 5000 Qua­dratmetern, das zwischen Soltauer Straße, der Straße Hinter der Saline und einem Privatweg zum Postgelände liegt, ein Komplex aus mehreren Gebäuden entstehen. Der DRK-Ortsverein möchte insgesamt 61 Wohnungen unterschiedlicher Größe entstehen lassen, die hochwertig, barrierefrei, behindertengerecht und trotzdem bezahlbar sind. Angesiedelt werden sollen auch Einrichtungen für Tagespflege, ambulante Pflege und Verhinderungspflege. „Ein gutes, unterstützenswertes Vorhaben des DRK-Ortsvereins in bester Innenstadtlage“, sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann. Fußläufig erreichbar sind unter anderem Lebensmittelmärkte, Hauptpost, Klinikum und Theater.

Für das Gebiet gibt es zwar einen rechtsgültigen Bebauungsplan, doch der sieht nur eine zweigeschossige Bebauung vor. „Wir möchten eine höhere Auslastung aufgrund des Prinzips der Innenstadtverdichtung, die auch durch die Novellierung des Baugesetzbuches gefordert ist, ermöglichen“, erläutert Gundermann. Der überarbeitete Entwurf des neuen Bebauungsplanes, zu dem parallel in Abstimmung mit der Stadt ein Architekten-Entwurf entwickelt wurde, sieht nun Folgendes vor:
An die bestehende Bebauung an der Soltauer Straße soll sich ein Gebäude anschließen, das maximal fünf Geschosse oder eine maximale Traufhöhe von 14 Metern hat. Hier ist auch der zentrale Eingang geplant. Entlang der Straße Hinter der Saline könnte eine maximal viergeschossige Riegelbebauung entstehen. „Pa-rallel zu den Gebäuden an der Soltauer Straße im hinteren Teil des Grundstücks könnten weitere viergeschossige Gebäude gebaut werden, so dass dazwischen ein Innenhof entsteht, der begrünt und gestaltet wird“, erläutert Gundermann. Unter dem gesamten Komplex ist eine Tiefgarage geplant, die über die Straße Hinter der Saline angefahren wird. „Im ersten Entwurf sollte die Zufahrt noch über den kleinen privaten Weg am Ärztezentrum erfolgen. Doch dann wäre der Weg einerseits zu belastet gewesen, zum anderen liegt die Ein- und Ausfahrt zu dicht an der großen Kreuzung Am Stern.“ Weitere Stellplätze sollen an der Straße Hinter der Saline angeordnet werden.

Noch im April sah es so aus, als wenn das Bauprojekt des DRK sich verzögern könnte. Damals plädierte die rot-grüne Mehrheitsgruppe dafür, dass die Pläne fürs Postgelände noch einmal überdacht und die angrenzenden Flächen, also auch die Seniorenanlage, in die Planungen mit einbezogen werden sollten.

Gundermann spricht sich aber dafür aus, dass der B-Plan für das Projekt des Roten Kreuzes unabhängig aufgestellt wird, da die Planungen fürs Postgelände noch detaillierterer Überlegungen bedürften.