Donnerstag , 29. September 2016
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Ein Naturphänomen ist derzeit in der Lüneburger Ilmenaustraße zu sehen. Eine Kastanie steht dort in der Nachblüte. Foto: us
Ein Naturphänomen ist derzeit in der Lüneburger Ilmenaustraße zu sehen. Eine Kastanie steht dort in der Nachblüte. Foto: us

Frühling an der Ilmenau

us Lüneburg. Während der Kalender bereits das nahende Ende des Sommers ankündigt, geht es in der Lüneburger Ilmenaustraße noch einmal frühlingshaft zu. Dort zeigt sich eine Kastanie in frischem Grün, auch weiße Blüten sind zu sehen. Spielt die Natur verrückt? „Uns ist die Kastanie bekannt“, sagt Lars Strehse, Geschäftsführer der AGL Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH, „sie neigt zur Nachblüte.“ Das Phänomen sei nichts Ungewöhnliches, Bäume und Sträucher würden vereinzelt auch außerhalb der normalen Phasen Blüten bilden.

Der AGL-Geschäftsführer sieht den frühen Frühling in diesem Jahr als eine mögliche Ursache für die Nachblüte der Kastanie, aber auch andere Kriterien könnten Bäume und Sträucher in die Lage versetzen, noch einmal Blüten auszubilden. „Es kann auch Stress sein, der die Gewächse dazu veranlasst. Das muss aber nicht unbedingt negativer Stress sein.“ Welche Gründe bei der Kastanie in der Ilmenaustraße vorliegen, könne er nicht sagen, lediglich, dass dieser Baum bereits seit einigen Jahren eine zweite Blütephase hat.

„Pflanzen reagieren auf ihre Umwelt“, weiß auch Joachim Roemer, Vorsitzender des Kleingärtner Bezirksverbands. Zu Stressaktionen kann es kommen, wenn sich der Wasserstand unterhalb der Pflanze ändert oder durch Überfahrung angrenzender Flächen. Auch die Miniermotte, die seit Jahren regelmäßig Kastanien befällt, kann Mitauslöser für eine zweite Blüte sein. Die Nachblüte entwickle sich allerdings nicht in der gleichen Pracht wie bei der Hauptblüte, auch zu einer Fruchtbildung werde es beim zweiten Anlauf nicht mehr kommen.