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Nach einjähriger Bauzeit steht das neue Studentenwohnheim an der Wichernstraße. Gestern übergab Projektmanager Jens Segler (M.) im Beisein von Oberbürgermeister Ulrich Mädge (l.) den Schlüssel an Sönke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks OstNiedersachsen. Foto: t&w
Nach einjähriger Bauzeit steht das neue Studentenwohnheim an der Wichernstraße. Gestern übergab Projektmanager Jens Segler (M.) im Beisein von Oberbürgermeister Ulrich Mädge (l.) den Schlüssel an Sönke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks OstNiedersachsen. Foto: t&w

Der pünktliche Bau + + + Mit LZplay-Video

mm Lüneburg. Pünktlich zu Semesterbeginn am 1. Oktober ist das neue Studentenwohnheim an der Wichernstraße fertig. Vor einem Jahr wurde mit dem Bau begonnen, zur Fertigstellung sind die 55 Zimmer bereits ausgebucht. Gerade werden letzte Arbeiten erledigt, in einigen Zimmern müssen noch Betten und Schreibtische aufgebaut werden. Die Schlüssel wurden gestern aber schon von dem Projektentwickler der Grimm & Kellner Planen und Bauen GmbH aus Peine an das Studentenwerk Ostniedersachsen übergeben.

„Wir sind im Zeit- und Kostenplan geblieben“, konnte Jens Segler, Geschäftsführer von Grimm & Kellner Planen und Bauen verkünden. Die Kosten für den fünfgeschossigen Bau liegen bei 3,5 Millionen Euro, das Geld stammt von einem privaten Investor, der die Räumlichkeiten langfristig an das Studentenwerk vermietet.

Die ersten, die ihre Zimmer schon am Nachmittag bezogen, sind zwei studentische Tutorinnen für die neuen Erstsemester. Sie sollen die jungen Leute, die in den nächsten Wochen die Herberge bevölkern, bei ihrem Start ins Studium begleiten. Jeweils sechs Studenten bilden eine Wohneinheit. Sie haben jeweils ein eigenes Badezimmer und teilen sich eine Gemeinschaftsküche.

In Lüneburg stellt das Studentenwerk 504 Zimmer für Studenten in sechs Wohnheimen bereit. Zum neuen Semester sind diese alle vermietet. „Der Wohnraum für Studenten in Lüneburg ist begrenzt“, sagt Sönke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks OstNiedersachsen. Deshalb richtete er auch einen Appell an private Vermieter, kostengünstigen Wohnraum für Studenten zur Verfügung zu stellen. Angebote können auf der Internetseite des Studentenwerks (http://www.stw-on.de) eingestellt werden.

Die Zimmer im neuen Studentenwohnheim kosten zwischen 382 und 420 Euro im Monat, der Preis ist abhängig von der Zimmergröße. Die liegt zwischen 17 und 20 Quadratmetern. Es gibt auch zwei behindertengerechte Appartments, eins mit Extra-Ankleidezimmer, für die Miete werden 452 Euro fällig. „Wir können die Plätze leider nicht preisgünstiger anbieten, als es der Markt vorgibt“, erklärt Nimz. Zu teuer finden den Preis die Studentenvertreter vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). „Wohnen wird in Lüneburg zusehends teurer, städtischer Wohnraum ist begehrt“, sagt AStA-Sprecher Thorben Peters.

Für das hohe Aufkommen von rund 1600 neuen Studenten befürchtet auch er Platzmangel. Allerdings deuteten die Signale daraufhin, dass „es in diesem Jahr nicht ganz so schlimm wird wie in den Jahren zuvor“. So lautet auch die Einschätzung von Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD), der ebenfalls zur Wohnheim-Eröffnung gekommen war. „Sollten nicht alle Studenten untergebracht sein, werden wir noch Notquartiere anmieten“, sagte er. Für Mädge ist klar: „Im sozialen Wohnungsbau muss etwas passieren“. Denkbar sei beispielsweise die Schaffung von Studentenappartments über dem Supermarkt im neuen Hanseviertel.

Studenten, die zum neuen Semester keine Herberge finden, können sich an den AStA wenden, der dann bei der Suche hilft. Die Vertreter verweisen auch auf die Initiative „Zukunfts(t)räume“, darüber sollen Menschen, die noch ein Sofa oder Zimmer im Haus oder der Wohnung frei haben, Kontakt zu Erstsemestern knüpfen, die einen Schlafplatz benötigen. Auch das Studentenwerk sowie der Verein Campus e.V. halten Notunterkünfte bereit.

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