Mittwoch , 28. September 2016
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Am Ochtmisser Kirchsteig entsteht derzeit die nunmehr dritte Flüchtlingsunterkunft in Lüneburg. Die Stadt rechnet damit, dass sie weitere Quartiere schaffen muss. Foto: t&w
Am Ochtmisser Kirchsteig entsteht derzeit die nunmehr dritte Flüchtlingsunterkunft in Lüneburg. Die Stadt rechnet damit, dass sie weitere Quartiere schaffen muss. Foto: t&w

Stadt sucht weitere Unterkünfte für Flüchtlinge

ahe Lüneburg. Die Stadt Lüneburg will sich wappnen, um weitere Flüchtlinge aufnehmen zu können. In einem Brief hat Oberbürgermeister Ulrich Mädge Oedemes Ortsbürgermeisterin Christel John, den Ortsvorsteher vom Ebensberg Heiko Dörbaum und Häcklingens Ortsvorsteher Dr. Uwe Plath darum gebeten, sich Gedanken über weitere mögliche Standorte in ihren Stadtteilen für Menschen aus Krisenregionen zu machen.

Bekanntlich ist das Internationale Haus am Meisterweg komplett belegt, neigen sich zudem die Kapazitäten in den beiden vom Bund gemieteten Blöcken der Schlieffenkaserne dem Ende entgegen. Mehr als 200 Frauen, Männer und Kinder leben in den Quartieren, jede Woche kommen derzeit rund zehn weitere Flüchtlinge nach Lüneburg, deren Unterbringung die Stadt garantieren muss. Sie setzt auf eine möglichst dezentrale Unterbringung, will lieber mehrere kleine als eine Riesenunterkunft einrichten.

Zwischen Kreideberg und Ochtmissen haben jüngst die Vorarbeiten für eine dann dritte Lüneburger Flüchtlingsunterkunft begonnen, am Ochtmisser Kirchsteig sollen im Oktober Container aufgestellt werden, die Platz für etwa 100 Menschen bieten. In Rettmer ist die Suche nach einem möglichen Quartier ebenfalls schon etwas weiter vorangeschritten, hier kommt das Areal der Energieversorgers Avacon als Unterkunft in Frage. Die Stadt rechnet vor allem angesichts der Lage in Syrien und im Irak damit, dass die Zahl der Flüchtlinge, die sie unterbringen muss, weiter steigt. Mädge sprach jüngst von weiteren 300 bis 500 Menschen, die er im kommenden Jahr erwarte. Die zur Unterbringung gesuchten Areale sollen rund 3000 ­Quadratmeter groß sein, sie könnten nach Einschätzung der Stadt etwa fünf bis zehn Jahre als Quartiere dienen.