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Arbeiten an der Bahnbrücke führen zu nächtlichem Lärm und Umleitungen

sp Lüneburg. Anwohner des Lüneburger Bahnhofes müssen in den kommenden Wochen mit nächtlichem Bau-Lärm rechnen. Ein Hamburger Bau-Unternehmen hat in dieser Woche im Auftrag der Deutschen Bahn (DB) „Nachtarbeiten an der Bahnbehelfsbrücke über die Bleckeder Landstraße in Lüneburg’“ angemeldet. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der geplanten Erneuerung der Bahnbrücke Bleckeder Landstraße / Höhe Pulverweg durch die DB. Die „lärmintensiven Bautätigkeiten“ sind angemeldet für den Zeitraum ab Montag, 29. September 2014, bis Ende November.
 
Gearbeitet werde jeweils in den Nächten von etwa 21 bis 5 Uhr morgens. Da die Bleckeder Landstraße eine der Hauptverkehrsstraßen in der Stadt ist und zudem stark von Bussen (ÖPNV) genutzt wird, kommt eine komplette Teil- bzw. Vollsperrung für die anstehenden Arbeiten nicht in Frage. „Die Verkehrsbehinderungen durch den Rückstau an der Baustelle während des Tages, vor allem während des  Berufsverkehrs, wären zu erheblich“, so die Prognose aus dem Bereich Ordnung. Einschränkungen für den Straßenverkehr gibt es nun, voraussichtlich bis Ende Oktober, vor allem nachts: Für Autos ist die Straße auf einer Länge von ca. 30 Metern halbseitig gesperrt; Fußgänger und Radfahrer werden per Ausschilderung angewiesen die Straßenseite zu wechseln. Tagsüber sollten alle Verkehrsteilnehmer sich weitgehend ungestört an der Baustelle vorbei fortbewegen können.
 
Laut dem Hamburger Bau-Unternehmen ist an der Bahnbrücke ein Teilabbruch der beiden Widerlager, also bestimmter Bauteile am Anfang und Ende der Brücke, nötig. Diese ersten Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Anschließend starte die DB mit Stahlbauarbeiten, um die bereits installierte Hilfsbrücke zu verstärken. Mit größerem Lärm sei vor allem in den Anfangstagen zu rechnen, wenn ein Stemmbagger eingesetzt würde.
 
Da die Arbeiten zur Erneuerung der maroden Brücken im öffentlichen Interesse stehen, hat die Hansestadt Lüneburg sie genehmigt. Es gibt aber Auflagen, um die Lärmbelästigung in der Nacht möglichst gering zu halten. So sollen Baumaschinen möglichst entfernt von Wohnhäusern positioniert und laute Arbeiten „auf das zwingend erforderliche Maß“ beschränkt werden. Alle Mitarbeiter vor Ort seien vom Unernehmen anzuweisen, ihre Arbeiten „möglichst geräuscharm“ zu erledigen. Außerdem wurde das Bau-Unternehmen verpflichtet, die vermutlich besonders betroffenen Anwohner direkt über die Arbeiten zu informieren.
 
Bei Fragen, gerade zum Lärmaufkommen, können sich Anwohner an den Bereich Umwelt der Hansestadt Lüneburg, wenden, Tel. 309-3471. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen bei Bedarf Kontakt zur Baufirma her.