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Dennis Juraschek von der Avacon steuerte den Hubsteiger in luftige Höhe, damit Dechant Carsten Menges die Solaranlage segnen konnte. Foto: t&w
Dennis Juraschek von der Avacon steuerte den Hubsteiger in luftige Höhe, damit Dechant Carsten Menges die Solaranlage segnen konnte. Foto: t&w

Mit der Kraft der Sonne

as Lüneburg. Das Wetter hätte nicht besser sein können für diesen Tag, denn mit der Kraft der Sonne wird die St.-Ursula-Schule künftig einen Teil ihrer Stromversorgung erzeugen. Bei strahlendem Sonnenschein wurde jetzt die neue Solaranlage auf dem Dach der Schule eingeweiht. Der offizielle Akt war eingebunden in einen Energie-Projekttag, bei dem die 230 Grundschüler vieles rund um das Thema zukunftsfähige Energieversorgung und Enegieeinsparen erfuhren.

Laut Prognose von Experten wird sich die Erde bis 2050 um fünf Grad erwärmen. Dehalb sei der Klimaschutz eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft, sagte Schulleiter Patrick Schnüttgen bei der Einweihung, an der neben Kindern, Eltern und Lehrern auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Dechant Carsten Menges teilnahmen. „Wir müssen Kinder, die die Entscheidungsträger von morgen sind, für regenerative Energien und Einsparmöglichkeiten sensibilisieren.“ Die Photovoltaikanlage sei dafür eine gute Möglichkeit.

Die Lüneburger Energiegenossenschaft „Zukunftsgenossen“, bei der unter anderem auch die Stadt Mitglied ist, hatte das Projekt angeschoben und mit der Stadt dazu einen Vertrag geschlossen. 228 Module wurden auf dem Dach der Schule installiert mit 59,28 kWp Leistung. Ralf Brügmann von der Elbe-Energie-Technik, der auch Zukunftsgenosse ist und im Aufsichtsrat sitzt, erläutert: „Damit könnten 14 Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden.“ Laut Horst Jäger, ebenfalls Zukunftsgenosse, wird zirka 30 Prozent des gewonnenen Stroms nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz ins Avacon-Netz eingespeist, zirka 70 Prozent sind für den Eigenverbrauch der Schule gedacht. „Ihren kompletten Strombedarf wird sie damit allerdings nicht decken können.“ Aber es ist einer von vielen kleinen Schritten, um den Klimawandel voranzubringen, ist Oberbürgermeister Ulrich Mädge überzeugt. „Der Klimawandel fängt in den Kommunen an. Es ist unsere Aufgabe, diesen mit Ihnen und und Ihren Kindern zu schaffen“, sagte der Verwaltungschef zu den Gästen. Gleichzeitig appellierte er an die Schüler, verantwortungsbewusst mit Energie umzugehen.

Die erfuhren beim Energietag in Projekten viel Interessantes. „Wir haben zum Beispiel ein Windkraftwerk gebaut und ein Auto aus Legosteinen mit Solarplatte, das ist durch die Sonneneinstrahlung gefahren“, berichtet Marlene Sanderell, Schülerin der Klasse 3b. Linus Monderloh aus der 3c fand besonders spannend, was über die Energiequellen Wind, Wasser und Sonne berichtet wurde. Wie die Photovoltaikanlage auf dem Dach ihrer Schule funktioniert und was sie leistet, hat Ralf Brügmann einfach erklärt. Bei einer Schätzaufgabe konnten die Kinder erraten, wie viel Strom die Anlage in zehn Minuten erzeugt und wie viel man dafür zahlen müsste, wenn es die Anlage nicht gäbe. Der Gewinn: 20 Kinder durften mit dem Hubsteiger der Avacon abheben und einen Blick auf die Solaranlage werfen, die von unten nicht zu sehen ist. Auch Dechant Carsten Menges nutzte diesen Aufstieg, um die neue Anlage zu segnen.