Donnerstag , 29. September 2016
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Verrostete Nägel ragen aus einer maroden Bank heraus. Fotos: t&w
Verrostete Nägel ragen aus einer maroden Bank heraus. Fotos: t&w

Alter Sportplatz verwahrlost

rast Lüneburg. Der Tennisplatz ist verwahrlost, seit Jahren ist darauf nicht mehr gespielt worden das wäre aktuell auch nicht möglich, inzwischen wuchern dort Büsche, wachsen kleine Bäume. Der alte Sportplatz am Schulzentrum Oedeme ist in einem desolaten Zustand. „Hier wird eine Sportanlage der Verwahrlosung überlassen, sie könnte von den Kindern und Jugendlichen doch sinnvoll genutzt werden“, kritisiert der in der Nähe im Schaperdrift wohnende Thomas Hesselbarth. Das Grundstück gehört dem Landkreis Lüneburg, der jedoch sieht keinen Handlungsbedarf.

Die Weitsprunganlage ist so seit langem nicht mehr nutzbar.
Die Weitsprunganlage ist so seit langem nicht mehr nutzbar.

„Der Tennisplatz wird seit Jahren nicht mehr für schulische Zwecke genutzt“, erläutert Kreissprecherin Katrin Holzmann. Sollte die Schule dort aber etwas machen wollen, werde die Verwaltung natürlich agieren: ,,Wir haben auch schon mehrere Gespräche mit Schulen und Vereinen geführt. Wenn sich jemand für den Tennisplatz finden lassen würde, sei das natürlich wünschenswert.“

Der 44-jährige Thomas Hesselbarth, Vater von zwei neun und elf Jahre alten Mädchen, argumentiert: „Wir haben in Oedeme zum einen durch das breit aufgestellte und hochqualifizierte Schulzentrum als auch durch die beiden gewachsenen Neubaugebiete Teufelsküche und Schaperdrift eine hohe Quote an Kindern und Jugendlichen.“ Dies stelle für die Stadtentwicklung in Lüneburg und die Zukunft der Region ein hohes Potenzial dar und verlange ein hohes Maß an sozialer Verantwortung: „Hierzu gehört auch eine entsprechende Entfaltungsmöglichkeit durch sinnvolle Freizeitgestaltung und Betätigungsmöglichkeiten zur Erhaltung der Gesundheit.“

Das Beach-Volleyball-Feld lädt nicht gerade zum Spielen ein. Vergangenen Montag war es noch mit Glasscherben und Unrat verschmutzt, das wurde inzwischen weggeräumt.
Das Beach-Volleyball-Feld lädt nicht gerade zum Spielen ein. Vergangenen Montag war es noch mit Glasscherben und Unrat verschmutzt, das wurde inzwischen weggeräumt.

Hesselbarth, der bei einer Krankenkasse arbeitet, kritisiert nicht nur den heruntergekommenen Tennisplatz. Er sieht auch Gefahren für Kinder und Jugendliche ,,wie Glasscherben im Beach-Volleyball-Feld, Flaschenhälse, verrostete Metallgegenstände, Überreste von Lagerfeuern sowie ähnlichen verletzungsgefährdenden Gegenständen“.

Aus Sicht des Landkreises sind das allerdings nur Momentaufnahmen, Sprecherin Katrin Holzmann: „Es gibt dort Vandalismus. Vor allem an den Wochenenden kommen Jugendliche auf das eingezäunte Areal, dann sieht das montags so aus. Die Hausmeister des Schulzentrums kümmern sich um das Gelände allerdings sind sie an den Wochenenden nicht im Dienst.“ So könnten sie sich erst zu Wochenbeginn darum kümmern. Gestern war auf dem Areal eine Gartenbaufirma im Einsatz. Holzmann sagt: „Wir tolerieren, dass sich die jungen Menschen dort aufhalten, aber keine Lagerfeuer oder Scherben.“ Sie hofft, dass sich jemand für eine Nutzung des Tennisplatzes findet: „Dann reden wir gerne darüber.“