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Zum Probe-sitzen auf den vier historischen Kurparkbänken nahmen Hilde Scholze, Kurparkverein, Peter Zurheide von der Stadt, Hans-Christian Schimmelpfennig, Vorsitzender des Kurparkvereins, und Oliver-Martin Freese von der AGL Platz. Foto: t&w
Zum Probe-sitzen auf den vier historischen Kurparkbänken nahmen Hilde Scholze, Kurparkverein, Peter Zurheide von der Stadt, Hans-Christian Schimmelpfennig, Vorsitzender des Kurparkvereins, und Oliver-Martin Freese von der AGL Platz. Foto: t&w

Historische Bank erhält Gesellschaft

as Lüneburg. Etwas verloren stand eine historische Kurparkbank bislang vor der Konzertmuschel, doch nun ist sie in bester Gesellschaft. Hans-Christian Schimmelpfennig, Vorsitzender des Kurparkvereins Lüneburg, übergab jetzt vier weitere Bänke an Peter Zurheide, Bereichsleiter Grünplanung bei der Stadt. Aufgestellt von Oliver-Martin Freese, Gärtnermeister bei der AGL, und Kollegen am großen Rundweg, lädt das historische Mobiliar an schönen Herbsttagen zum Probesitzen ein.

Bei den Bänken handelt es sich um den Nachbau des letzten historischen Exemplares, das noch bis zum Herbst des vergangenen Jahres im Kurpark stand. Dann zertrümmerten Vandalen die morsche Bank, warfen Teile in den Brunnen am Haupteingang. Auf einem Foto vom alten Badehaus, das Anfang der 70er-Jahre abgerissen worden war und dessen Nachbau der Verein anstrebt, waren drei historische Bänke noch zu sehen. Für Schimmelpfennig und die 35 Mitglieder des Vereins ein schönes Anliegen, sie wieder in den Kurpark einziehen zu lassen. Die erste Musterbank fertigte der Tischler Roland Kaletta bereits im Frühjahr an, das Geld dafür stellte der Kurparkverein bereit. Dass nun weitere historische Bänke in den Kurpark Einzug halten konnten, wurde durch Spenden der Sparkasse, der Zahnarztpraxis Mohr, der Familie Albers sowie erneut durch den Kurparkverein möglich wie Spendenschilder am Rückenteil der Bänke vermerken.

„Wir hoffen, dass wir Spenden für weitere Bänke zusammenbekommen, damit wir danach die Kräfte bündeln können für den Nachbau des alten Badehauses“, sagt Schimmelpfennig. Entstehen soll es am alten Standort an der Front des Kurzentrums zum Park. Schimmelpfennig würde es präferieren, wenn das Gebäude zum Beispiel als Kunsthalle genutzt werden könnte. Ein ambitioniertes Projekt, das kostet. Für den Bau könnten Mittel aus Stiftungen eingeworben werden, das sei nicht das Problem, meint der Vereinsvorsitzende. Problematischer seien die laufenden Betriebskosten.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge hatte, wie berichtet, bereits deutlich gemacht, dass die Haushaltslage es in den kommenden Jahren nicht ermögliche, Geld bereitzustellen. Der Vereinsvorsitzende bleibt dennoch optimistisch, man denke zeitlich in größeren Dimensionen.