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Kriminelle haben die Telefonanlage der Stadt geknackt und dabei einen immensen Schaden angerichtet. Foto: A./dth
Kriminelle haben die Telefonanlage der Stadt geknackt und dabei einen immensen Schaden angerichtet. Foto: A./dth

Tückische Tatwaffe Telefon

ca Lüneburg. Die Amtsstuben sind verlassen, trotzdem wird telefoniert, was das Zeug hält. Immer wieder gehen am Wochenende aus dem Rathaus Anrufe ins Ausland, insgesamt sind es 6700. An einem Montag meldet sich die Telefonfirma in der Verwaltung, ob es mit dem Kommunikationstourismus vor allem nach Estland und Litauen seine Richtigkeit habe? Hat es nicht. Vor knapp einem Jahr schrillten im Rathaus die Alarmglocken: Unbekannte hatten die Telefonanlage geknackt und durch fingierte Telefonate einen immensen Schaden angerichtet. Jetzt ist klar: Der Steuerzahler muss für den Schaden nicht aufkommen.

Geschnappt sind die Täter laut Stadt bis heute nicht. Doch inzwischen steht fest: Der Schaden ist noch größer als befürchtet, nicht nur 42000, sondern 52000 Euro hoch soll er sein. Doch Pressesprecherin Suzanne Moenck hat eine positive Nachricht: Die Verwaltung hat sich mit ihren beiden Telefon­anbietern geeinigt, die Service und Anlage liefern. Die tragen je zur Hälfte den Schaden. Suzanne Moenck: „Nach unserem Wissen laufen die Ermittlungen noch.“

Die hatte die Lüneburger Polizei damals nach Osnabrück abgegeben, wo von Polizei und Staatsanwaltschaft in ähnlicher Sache bereits gegen Cyber-Kriminelle ermittelt wurde.

Damals hatte die Stadt erklärt, Tätern sei es gelungen, den PIN-Code eines Anrufbeantworters zu knacken und von dort aus Telefonate weiterzuleiten. Inzwischen wurde die Sicherheitslücke geschlossen.