Donnerstag , 29. September 2016
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In Lüneburg und Adendorf wurde der Umsatz gestern beim verkaufsoffenen Sonntag kräftig angekurbelt. Foto: t&w
In Lüneburg und Adendorf wurde der Umsatz gestern beim verkaufsoffenen Sonntag kräftig angekurbelt. Foto: t&w

Qual der Wahl für die Kunden

as/dth Lüneburg/Adendorf. Prall gefüllte Einkaufstüten gehörten gestern zum Stadtbild. Bei bestem Herbstwetter lud das „Kaufhaus Lüneburg“ zum verkaufsoffenen Sonntag unter dem Motto „Wunschsonntag“ ein. Und auch an der „Meile 209“ in Adendorf nutzten viele Kunden die Möglichkeit zum entspannten Einkauf.

Gut gelaunt auf Einkaufstour in Lüneburg: Kim Hilmer, Juliane Suer und Lilli Petersen (v.l.)
Gut gelaunt auf Einkaufstour in Lüneburg: Kim Hilmer, Juliane Suer und Lilli Petersen (v.l.)

Mit einem Wunschzettel waren Kim Hillmer, Juliane Suer und Lilli Petersen zwar nicht in die Lüneburger Innenstadt aufgebrochen, sie wollten einfach in aller Ruhe durch die Geschäfte schlendern. Fündig wurden die drei Lüneburgerinnen dann aber gleich in der ersten halben Stunde, bei Strickjacken schlugen sie zu. Danach gings weiter auf Shopping-Tour. Auch der Wochenmarkt lud wieder ein zum Flanieren, und gut eingemummelt genossen viele auf den Außenplätzen der Lokale die Herbstsonne. Heiko Meyer, Vorsitzender des Lüneburger Citymanagements (LCM), meldete begeistert: „Die Innenstadt und die Geschäfte waren voll, die Händler sind zufrieden. Das gute Vorjahresniveau wurde noch leicht getoppt.“ Dabei hatten viele Kunden aufgrund des Wetters gar nicht vorrangig Winterware im Auge. „Deshalb erwarten wir für die kommenden Wochen einen weiteren Ansturm.“ Martin Zießnitz, Citymanager bei der Lüneburg Marketing GmbH, ergänzt: „Auffällig war, dass die Kunden in allen Straßen und Geschäften unterwegs waren. Das liegt sicher an den vielen Aktionen der Händler. Die Leute wollen einen Erlebnistag.“ Die vielen kleinen Läden und Boutiquen sowie die traumhafte Kulisse machten das Bummeln und Einkaufen zu etwas Besonderem, das nicht nur Bürger aus Stadt und Landkreis, sondern auch Auswärtige zu schätzen wüssten, sind sich Meyer und Zießnitz einig.

Stefanie und Nico Kluge mit Tocher Pia-Sophie sind beim verkaufsoffenen Sonntag Adendorf treu geblieben. Foto: dth
Stefanie und Nico Kluge mit Tocher Pia-Sophie sind beim verkaufsoffenen Sonntag Adendorf treu geblieben. Foto: dth

Die einzige Mangelware beim verkaufsoffenen Sonntag in Adendorf waren Parkplätze. Zwischen Bau-, Lebens- Möbel- und Bekleidungsmärkten an der B209 nahmen Tausende Besucher die Möglichkeit des Einkaufsbummels wahr. Darüber freute sich auch Birgit von Paris. Die Leiterin der Lüneburger Kindertafel hatte sich vor einem Geschäft mit einem Tombola-Stand mit von Firmen gespendeten Preisen aufgebaut, um für den guten Zweck zu sammeln. „Es ist so voll hier, dass wir nicht mal Zeit für eine Kaffeepause haben“, sagte sie.

Während manche mit vollen Tüten von einem Markt zum anderen eilten, ließen es beispielsweise die Adendorfer Stefanie und Nico Kluge mit Tochter Pia-Sophie ruhig angehen. Er sagte: „Unsere Besorgungen haben wir längst gemacht. Wir nutzen die Gelegenheit für einen entspannten Sonntagsbummel.“ Angesichts des Angebots, unter anderem mit Kinderkarussell für ihre Tochter, mochte der verkaufsoffene Sonntag in Lüneburg die Familie nicht so recht locken. Stefanie Kluge: „Wir bleiben Adendorf treu.“