Mittwoch , 28. September 2016
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Der Marktplatz ist ihr Stammplatz, doch hin und wieder müssen die Gemüse-, Obst-, Blumen-, Fleisch- und Fischhändler ausweichen. Für die Zeit des Weihnachtsmarktes sollen sie ihre Stände nun auch nicht mehr in der Bäckerstraße aufbauen, stattdessen sollen einige Händler ihre Waren an der Bardowicker Straße anbieten. Damit soll auf der Flaniermeile mehr Platz für Passanten geschaffen werden. Foto: be
Der Marktplatz ist ihr Stammplatz, doch hin und wieder müssen die Gemüse-, Obst-, Blumen-, Fleisch- und Fischhändler ausweichen. Für die Zeit des Weihnachtsmarktes sollen sie ihre Stände nun auch nicht mehr in der Bäckerstraße aufbauen, stattdessen sollen einige Händler ihre Waren an der Bardowicker Straße anbieten. Damit soll auf der Flaniermeile mehr Platz für Passanten geschaffen werden. Foto: be

Markthändler müssen umziehen

ca Lüneburg. Es ist keine Entscheidung, mit der alle glücklich sind, denn die Betroffenen müssen ihren Standort wechseln: Zum Weihnachtsmarkt bauen einige der Marktbeschicker ihre Stände statt in der Bäckerstraße nun in der Bardowicker Straße auf. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Marktbeschickervereins am Montagabend informierte Vorsitzender Cord Wöhnecke seine Kollegen über die Veränderungen. Hintergrund seien Sicherheitsbedenken der Stadt. Im Fall der Fälle komme die Feuerwehr schlecht durch.

Im Rathaus nennt Stadtpressesprecher Daniel Steinmeier noch einen anderen Grund: Dadurch, dass die Marktbeschicker vor allem an den Sonnabenden am späten Nachmittag abbauen und mit ihren Lastern durch die Fußgängerzone fahren, sei es zu Konflikten mit Passanten gekommen. Das solle vermieden werden. Insgesamt gehe es von Ende November bis in den Dezember um sieben Markttage. Am 24. Dezember, einem Mittwoch und Heiligabend, sollen die Marktstände wieder auf ihren gewohnten Plätzen stehen: „Der Weihnachtsmarkt ist dann abgebaut.“

Innerhalb der Händler gibt es durchaus Gemurre: Man weiche für das Stadtfest und den Weihnachtsmarkt. Das wirke sich auf den Umsatz aus. Kunden fänden ihre „Stamm-Stände“ dann nicht wieder. Erste Ideen, auch den Ochsenmarkt zu nutzen, fanden daher keinen Anklang. Einer sagt: „Da habe ich gar keine Laufkundschaft mehr.“

Wöhnecke versucht, die Wogen zu glätten: Betroffen seien fünf Betriebe. Mit Handzetteln sollen die Kunden über die Veränderungen informiert werden. „Mit dem Weihnachtsmarkt müssen wir uns arrangieren, da gibt es keine andere Möglichkeit“, sagt der Gärtnermeister. Eine Verlagerung beispielsweise zum Platz Am Sande sei schon aus Platzgründen nicht möglich, auch fehlten dort die entsprechenden Stromanschlüsse.

Cord Wöhnecke kann die Überlegungen der Stadt durchaus nachvollziehen: Denn komme es tatsächlich zu einem Unglück, stelle sich schließlich auch die Frage der Verantwortung. Und wer wolle schon verantwortlich sein, wenn die Retter im Ernstfall nicht durchkommen? In diesem Jahr komme noch ein zweiter Gedanke hinzu. Auch wenn der erste Teil des Umbaus der Bäckerstraße zum 1. Advent abgeschlossen sein soll, sei er sich nicht sicher, ob alles klappt. Insofern sei die Bardowicker Straße eine Alternative.