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Voller Eifer waren die Kinder beim Jonglieren dabei. Der kleine Max (4 Jahre) lässt sich von Zirkus-Frau Nadine Thiel Tricks mit dem Diabolo zeigen. Foto: t&w
Voller Eifer waren die Kinder beim Jonglieren dabei. Der kleine Max (4 Jahre) lässt sich von Zirkus-Frau Nadine Thiel Tricks mit dem Diabolo zeigen. Foto: t&w

Tricks mit Schwert und Diabolo

mm Lüneburg. Für die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt in Kaltenmoor gab es eine Woche lang nur ein Thema: Zirkus. Jaqueline ist vor der großen Aufführung ein wenig aufgeregt, viele Augen werden auf sie gerichtet sein. Die Sechsjährige will sich als Seiltänzerin beweisen, bei den Proben üben die Kinder mit den Zirkusleuten Rinaldo und Nadine Thiel auch noch andere Kunststücke.

„Tempo, Tempo“, ruft Nadine Thiel in der Manege mit heiserer Stimme. Das große Zelt des pädagogischen Zirkus Amando ist auf einem Platz hinter der Awo-Kita aufgebaut. Eine Woche lang probten die Zirkuskünstler mit den 70 Kita-Kindern Akrobatik und Jonglieren. Nun geht es auf den großen Auftritt vor Eltern und Geschwistern zu. Gerade ist Generalprobe und die kleinen Akrobaten sollen gleich ihr Können unter Beweis stellen.

Sie formen eine menschliche Pyramide, danach steht die sechsjährige Julia ihre eigene Figur auf den Händen von Zirkus-Mann Rinaldo Thiel. Eine gute Figur machen einige Kinder auch beim Jonglieren. Wie Max, der sich von Nadine Thiel noch einige Tricks mit dem Diabolo zeigen lässt. Anderthalb Stunden soll der Auftritt der Kinder auf großer Bühne dauern. Seiltänzerin Jaqueline wird auch Ponys herumführen. „Reiten hätte ich mich nicht getraut“, gesteht sie. Ohnehin war es am Anfang mit dem Trauen noch eher schwierig. „Anfangs hatten einige der Kinder ein wenig Angst vor den Ponys“, sagt Erzieherin Anja Liebelt. Sie ist seit mehr als 20 Jahren in der Kita und hat auch schon erlebt, dass Eltern fragten, was sie denn mit ihren Kindern spielen könnten. Im Zirkus finden die Kinder selbst neue Inspirationen.

Am ersten Zirkustag bekamen sie viele Kunststücke vorgeführt, konnten sich dann entscheiden, was sie ausprobieren möchten. „Die Jungs wollten vor allem Feuerspucken und Schwertkampf ausprobieren“, berichtet Anja Liebelt. Bei den Mädchen lägen Bauch- und Seiltanz und natürlich Ponyreiten vorne.

Die Kita-Kinder halfen auch beim Aufbau des Zirkus-Zeltes. „Alle waren mit Feuereifer dabei“, sagt Kita-Leiterin Maren Rama. Der Feuereifer der Kinder hielt die ganze Woche über. „Bei der Vorführung sollen die Kinder auch kleine Erfolgserlebnisse feiern, die sie tragen.“ Für Erzieherin Anja Liebelt war es schon ein Erfolg, dass alle Kinder „so gut in den Zirkus miteingebunden waren.“ Nicht umsonst hatte Zirkus-Frau Nadine Thiel am Ende eine heisere Stimme.