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Slidingcat Andy lässt seine Finger auf den Gitarrensaiten tanzen. Er und Heppcaz geben Gas. Da wird kräftig mitgetanzt. Foto: be
Slidingcat Andy lässt seine Finger auf den Gitarrensaiten tanzen. Er und Heppcaz geben Gas. Da wird kräftig mitgetanzt. Foto: be

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ca Lüneburg. Mann, ist das eng. Selbst die Jungs von Whatzz up haben Mühe, auf die Bühne zu steigen. Gedränge ohne Ende bei Wirt Uli Schröder im Café Klatsch. Das um Viertel nach Neun. Der Abend geht doch erst los. Und zwar laut und dreckig, so wie es die Fans der Rocker gewohnt sind. Felix Bergen röhrt. So muss das sein. Für zwei ist es ein Abschied: Bassist Thomas Winter und Drummer Peter Frank hören auf. Peter grinst breit auf die Frage, was er nun mache: „Vielleicht lerne ich Harfe.“ Klar, Engelchen.

Nacht der Clubs. Das heißt wandern. Um die Ecke, in die Ritterakademie. Nite Club lässt noch auf sich warten. Damen nippen am Wein und lachen. Sie tanzen gleich, als Sandy Edwards und ihre fünf Musiker beginnen. Eine bunte „Mischung unserer Lieblingslieder“, will Sandy singen. Soul und Funk, Kool and the Gang, Jackson Five. Wunderbare Stimme, klasse Musiker. Mal ein Saxophon-Lauf. Es groovt. Kein Wein, es geht an die Schröderstraße.

Bei Wabnitz ist das Chambers Acoustic Trio zu hören, im Zwick die Jones Gang. Ein Stopp im Café Central. Die Hepcazz sausen zurück in die Fünfiziger. Wer noch Haare hat, trägt Tolle, dazu Lederjacke, Holzfällerhemd und Turnschuhe. Da tanzt eine Schwangere und hält sich ihren Latzhosenbauch. Klasse, die Braut und ihr Freund dazu. Rockabilly. Eigentlich könnte gleich der junge Elvis reinschneien.

Abwärts. Altstadt. Salon Hansen. Kollektiv 22. „Musikalisches Ratatouillie“. Okay, sorry, schaffen wir nicht. Leider auch nicht Bissig im Anno bei Kult-Schnitzel-Brater Martin Lühmann, auch das Hemingways mit DJ Achim lassen wir links liegen.

Wir wollen in die Krone. Chef Lutz Stoffregen hat wieder Booze Beer & Rhythm am Start. Status Quo, AC/DC und natürlich ZZ Top. Volker „Nixon“ Nielsen und seine Jungs haben sich lange Zottelbärte umgehängt. Stampfender Rock, kann man mitgrölen. Am besten mit einem Bier in der Hand. Genug Rhythm ist da.

Bisschen innehalten. Mal etwas Deutsches, so ein bisschen Gefühl und Tiefgang. Lowmax im Stadtgespräch am Sand. Joscha „Joh“ Blachnitzky mags sensibel, ein bisschen wie Philip Poisel und Clueso. Eigentlich Stücke zum Zuhören. Aber das klappt nicht immer, weiß der 31-Jährige. Auf einer Kneipentour quatschen die Leute eben. Das stört bei einem Wohnzimmerkonzert. Egal, Blachnitzky nimmt es gelassen: „Nacht der Clubs ist genial. Das muss so sein.“ Und weil viele zuhören wollen, kaufen sie eine CD für Zuhause. Passt auch für ihn.

Runter ins Wasserviertel. Vorbei am September Auf dem Kauf, wo die Band Homefield Four verwirrenderweise als Trio Songs aus den Siebzigern spielt. Wir wollen im Schalli stranden. Mirko Heil und Neugierig. Da kracht es durch die Nacht. Erst mal Nino de Angelo: „Alles was ich will, bist Du.“ So ein Schmelz und Schmalz, brrrrr. Aber den Mädels gefällts, etwa den beiden Krankenschwestern, die mitsummen. Sehnsucht nach Liebe.

Mirko, „Schelle“ und die anderen können verdammt noch mal anders. Highway to Hell. Genauso geil wie Westernhagens Mit 18. Eine Schippe Gefühl liefern sie auch mit dem Gassenhauer „Ich bin ein Lüneburger“. Nee, isses nicht schön. Vor der Kneipe steht Barbara, ein Stint-Urgestein. Glühwein und Cuba libre hat sie gegen die kalte Nacht im Angebot. Und Bratwurst. Die passt. Lecker, deftig. Super Abend.

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