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Die Grundschule Hasenburger Berg ist Lüneburgs größte Grundschule. Sie soll zur Ganztagsschule umgewandelt und ausgebaut werden. Foto: be
Die Grundschule Hasenburger Berg ist Lüneburgs größte Grundschule. Sie soll zur Ganztagsschule umgewandelt und ausgebaut werden. Foto: be

Stadt peppt Schulen auf

as Lüneburg. Die Summe ist gewaltig: 85 Millionen Euro muss die Stadt langfristig in die Sanierung, den Ausbau sowie in Außen- und Sportanlagen von Schulen und Kitas investieren. Sie geht dabei von Fördermitteln in Höhe von rund 18 Millionen Euro aus, so dass ein Eigenanteil von 67 Millionen Euro bleibt. Hiervon sollen bis 2018 rund 32 Millionen Euro in einem sogenannten Bildungsfonds bereitgestellt werden. Das erklärten Maja Lucht und Manfred Koplin im Bauauschuss. Die Mitarbeiter des Fachbereichs Gebäudewirtschaft richteten den Blick auch auf Investitionen, die laut Etatentwurf 2015 umgesetzt werden sollen.

Einen Schwerpunkt bildet der Ausbau von Grundschulen zu Ganztagsschulen (GTS) inklusive energetischer Sanierung und Inklusion. Umgesetzt wird das in mehreren Etappen. Das GTS-Programm 2015 hat ein Volumen von 3,2 Millionen Euro. Los gehen soll es im Frühjahr mit dem ersten Bauabschnitt für die Schule Im Roten Felde, die Stadt investiert hier 2015 rund 900000 Euro, 2016 folgt der zweite Abschnitt. Das abgestimmte Raumprogramm liegt auch für die Grundschule Hasenburger Berg vor, für Sommer 2015 ist der erste Bauabschnitt geplant. Konkret sind dafür laut Koplin 1,28 Millionen Euro vorgebucht. 2018 sollen alle Maßnahmen nach derzeitiger Planung für die Schule umgesetzt sein. Rund 1,1 Millionen Euro hat die Stadt bereits in diesem Jahr in den ersten Bauabschnitt der Igelschule investiert, das Dachgeschoss wird umgebaut für Unterrichtsräume. Im kommenden Jahr soll das Karzer-Gebäude abgerissen und anstelle dessen eine Mensa errichtet werden. Geplante Kosten: 900000 Euro. Die Fertigstellung ist für Oktober 2015 geplant.

Für die Grundschulen Lüne und Häcklingen müssen noch die Raumprogramme mit den Schulleitungen konkret abgesprochen werden. Die Stadt hat für beide Schulen fürs nächste Jahr Planungskosten in Höhe von jeweils 100000 Euro eingestellt. Baubeginn in Lüne soll im Jahr 2016 sein, die Fertigstellung ist für 2019 anvisiert. Auch in Häcklingen soll der Baustart 2016 sein, Fertigstellung 2018.

Im Rahmen des Ganztagsschulprogramms für weiterführende Schulen hat die Stadt für die Christianischule auf dem Kreideberg im Etatentwurf 2015 rund 50000 Euro bereitgestellt, das Geld soll in Blitz- und Lärmschutz fließen. Außerdem sind 100000 Euro Planungskosten für den Umbau der Turnhalle der Wilhelm-Raabe-Schule in eine Mensa vorgesehen. Baubeginn soll 2016 sein.

Mit dem Ausbau des Johanneums zur Ganztagsschule wird die Stadt erst 2016 starten, bis 2020 sollen unter anderem elf neue Klassenräume in einem freistehenden Gebäude entstehen, erläuterte Koplin. Zuvor muss die Stadt noch das Raumprogramm erhalten. Bereits im kommenden Jahr soll aber mit der energetischen Sanierung begonnen, das Gebäude komplett mit LED-Leuchten umgerüstet und die Lüftungstechnik für Schule und Sporthalle erneuert werden. Geplante Kosten: 750000 Euro. Laut Maja Lucht können dafür bis zu 30 Prozent Fördermittel eingeworben werden. Das Umrüsten führt nicht nur zu einer CO2-Einsparung von 1983 Tonnen bei 20 Jahren Laufzeit, sondern senkt die jährlichen Energiekosten auch um rund 35000 Euro.

Investitionen in den Kitas
Der Umbau des ehemaligen Casinos der Schlieffenkaserne zu einer Kita läuft auf Hochtouren, Anfang 2015 soll der Betrieb aufgenommen werden. Die Stadt hat dort bisher 1,75 Millionen Euro investiert. Im kommenden Jahr sollen die Außenanlagen gestaltet werden. Kosten: 200000 Euro. Sanierung oder Umbau? Das ist derzeit noch die Frage bei der Awo-Kita Kaltenmoor, sagt Manfred Koplin von der Gebäudewirtschaft der Stadt. Mit der Kita soll nun das Raumprogramm abgesprochen werden, für den 1. Bauabschnitt sind in den Etatentwurf 2015 rund 500000 Euro eingestellt. Für die Kita Heidkamp sind 20000 Euro für Außenanlagen vorgesehen. Zudem stehen 300000 Euro bereit, die für Spielgeräte, energetische Sanierungen, Inklusionsmaßnahmen oder die Gestaltung von Außenanlagen in den städtischen Kitas genutzt werden können.

2 Kommentare

  1. Da ist ja auch über Jahre nichts passiert. Wird auch Zeit wollense jetzt dafür noch Beifall unglaublich

  2. Zur Igelschule: Bezeichnet „Karzer-Gebäude“ den schönen Altbau zur Dahlenburger oder was ist damit gemeint?