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Schutzschirm für charmante Viertel

ca Lüneburg. Nicht nur im Roten Feld wehren sich Anwohner gegen Neubauten, die sie als überdimensioniert empfinden. Auch am Bockelsberg-Ost regt sich nun Unmut: In den Einfamilienhäusern an Wäldern und Teichen hat mancher Sorge, dass sich der Charakter des Viertels ändert. Einer von ihnen ist Dierk Dening, an dessen Straße ein Haus entstand, das er schlicht „Klotz“ nennt. Dening gehört mit Dr. Rolf Johannes zu den Initiatoren, die für Dienstag, 18. November, 19.30 Uhr, in die Uni am Wilschenbrucher Weg zu einer Bürgerversammlung einladen.

Sie wollen Quartiere wie das Rote Feld, den Bockelsberg und die Straße Korb nahe dem Klinikum vor vermeintlichen Bausünden schützen. Die Politik solle eine Art Schutz garantieren, damit die Viertel in ihrer Struktur und Anmutung erhalten bleiben. Dabei seien sie nicht generell gegen Neubauten, doch die sollten sich sensibel ins Umfeld einpassen. Die Macher wissen, dass die aktuellen Bebauungspläne Veränderungen nur begrenzt aufhalten können und das Baugesetzbuch eine „Innenverdichtung“ vorschreibt.

Entzündet hat sich die Diskussion an einem Projekt an der Lessingstraße (Foto: A/jj). Dort hat ein Bauträger eine Villa aus den 50er-Jahren gekauft. Die Stadt hat Abriss und Neubau genehmigt. Aber der Entwurf für das Gebäude mit fünf Wohnungen gefällt den Nachbarn nicht. Ähnliches fürchtet Dening für Häuser zum Beispiel Am Bockelsberg, an der Richard-Hölscher- und an der Georg-König-Straße. Anstelle der Einfamilienhäuser stünden dann sogenannte Stadtvillen, die auf im Verhältnis kleine Grundstücke gezwängt werden.