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Weniger anrüchig als ernst zu nehmen: Der Welttoilettentag soll auf  die mangelhafte Sanitärversorgung in weiten Teilen der Erde aufmerksam machen. Foto: A./nh
Weniger anrüchig als ernst zu nehmen: Der Welttoilettentag soll auf die mangelhafte Sanitärversorgung in weiten Teilen der Erde aufmerksam machen. Foto: A./nh

Kein Griff ins Klo: Der 19. November ist Welttoilettentag

jdr Lüneburg. Toilette, Klo(sette), Lokus, Stilles Örtchen, Abort – während wir zahlreiche Namen für sanitäre Anlagen finden, sind sie laut Weltgesundheitsorganisation WHO für rund ein Drittel der Weltbevölkerung Luxusgüter, wenn nicht sogar ein Fremdwort. Zudem deuten es die Wortschöpfungen bereits an: Das Thema kann zum Griff ins Klo werden, ist den meisten von uns unangenehm. Mit dem Welttoilettentag am heutigen 19. November soll sich das ändern, er steht im Zeichen der Aufklärung und Sensibilisierung.

Viva con Agua erhält auch prominente Untertstützung: Die deutschen Rapper Materia und Maeckes sowie TV-Moderator Rainer Jilg machen auf die Wasserverschmutzung  in Lira/Uganda aufmerksam. Foto: Steffen Gerdes/Viva con agua
Viva con Agua erhält auch prominente Untertstützung: Die deutschen Rapper Materia und Maeckes sowie TV-Moderator Rainer Jilg machen auf die Wasserverschmutzung in Lira/Uganda aufmerksam. Foto: Steffen Gerdes/Viva con agua

Im Jahre 2001 von der Welttoilettenorganisation (WTO) aus der Taufe gehoben, erkannten die Vereinten Nationen den 19. November im vergangenen Jahr zum offiziellen Gedenktag an. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch heute noch etwa zweieinhalb Milliarden Menschen ihre Notdurft unter unhygienischen und damit krankheitserregenden, nicht zuletzt unwürdigen Umständen verrichten müssen.

„Wasser- und Abwasserversorgung sind Menschenrechte“, erklärt Pascal Kölpin. „Es gilt, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die mangelhaften Umstände vieler Erdteile zu schaffen und dem Thema den Tabu-Status zu nehmen.“ Der 25-Jährige engagiert sich bei Viva con Agua, einem Hamburger Verein, der sich für eine verbesserte Trinkwasserversorgung sowie den Zugang zu sanitären Anlagen einsetzt und die WTO am 19. November durch verschiedene, bundesweite Aktionen unterstützt. „Wir möchten möglichst viele Menschen erreichen, denn das erhöht auch den Druck auf Regierungen, eine angemessene Sanitärversorgung zu gewährleisten – das ist unser Ziel.“

Gemeinsam mit weiteren Aktivisten seiner Lüneburger Viva con Agua-„Zelle“ ist er noch bis etwa 18 Uhr auf dem Lüneburger Uni-Campus unterwegs, steht für Fragen und Antworten bereit. Ab 23 Uhr lädt der Verein in den Salon Hansen zur „Waterquater-Party“, die sich heute gezielt dem Welttoilettentag widmet und deren Erlös in Trinkwasserprojekte fließt .