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Zehn Linden an der Dahlenburger Landstraße müssen für die Neugestaltung des Gehweges weichen. Die Eiche an der Willy-Brandt-Straße ist nach einem Blitzeinschlag  nicht mehr zu retten, sagt Peter Zurheide von der Stadt. Foto: be
Zehn Linden an der Dahlenburger Landstraße müssen für die Neugestaltung des Gehweges weichen. Die Eiche an der Willy-Brandt-Straße ist nach einem Blitzeinschlag nicht mehr zu retten, sagt Peter Zurheide von der Stadt. Foto: be

Gut 300 Bäume müssen weg – Stadt Lüneburg legt Fäll-Liste vor

as Lüneburg. Winterzeit ist Baumfällzeit. Auch die Stadt hat wieder eine Liste zusammengestellt mit Bäumen, die demnächst der Säge zum Opfer fallen werden. Der Grund dafür ist in den meisten Fällen, dass sie von Pilz befallen, abgestorben oder morsch sind. Auf die Liste richtet auch der Grünflächen- und Forstausschuss bei seiner nächsten Sitzung heute, Mittwoch, den Blick. Sie beginnt um 15 Uhr im Traubensaal des Rathauses.

Übers ganze Jahr ist der städtische Baumkontrolleur Ralf Rosin im Stadtgebiet unterwegs und prüft, welche Bäume krank sind oder beim nächsten Sturm umfallen könnten. Mehr als 300 Bäume, darunter Birken, Pappeln Ulmen, Ahorn, Eschen und Nadelbäume sollen weichen. „Die Stadt hat die Verkehrssicherungspflicht und muss deshalb die Standsicherheit prüfen“, erläutert Peter Zurheide, Bereichsleiter Grünplanung bei der Stadt. Er verweist auch darauf, dass 90 Prozent der zu fällenden Bäume nur einen Stammdurchmesser von 30 bis 40 Zentimetern haben. Nur zwei richtig dicke Brocken mit einem Durchmesser von 100 Zentimeter stehen auf der Liste: eine Pappel am Asphaltweg zum Tennisclub im Kurpark sowie eine Eiche an der Willy-Brandt-Straße. In beide hat der Blitz eingeschlagen, die Gefahr, dass sie umstürzen, ist groß.

Am Casino im Neubaugebiet Hanseviertel geht es 39 Ulmen und Birken an den Stamm. Den Ulmen hat laut Zurheide der Splint-Käfer zugesetzt, so dass sie absterben. Andere Bäume seien unterwüchsig und marode, weil sie in den letzten Jahren, als das Baugebiet wuchs, keinen Pflegeschnitt mehr bekommen haben. „Da im Casino eine Kita entsteht, muss im Umfeld besonders auf die Sicherheit geachtet werden.“

Auf der Südseite der Dahlenburger Landstraße ist, wie berichtet, bereits in einem Teilbereich ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert. Der bestehende Gehweg soll neu gestaltet werden. Im Bereich zwischen Vogelpark und Richard-Brauer-Straße müssen dazu zehn Linden weichen. Zurheide macht aber deutlich: „Es sollen neue Bäume angepflanzt werden.“ Vier Linden müssen auch an der Hamburger Straße gefällt werden, sie sind morsch und abgestorben. Der Grund dafür könnte sein, dass das Streusalz auf dieser großen Einfallstraße den Bäumen zugesetzt habe, meint Zurheide. Auch im Kurpark und auf den Lüneburger Friedhöfen sind zahlreiche Fällungen geplant. Bürger können die Liste einsehen, wenn sie auf die Internetseite www.lueneburg.de gehen und über die Rubrik Politikinformation die Tagesordnung zum Grünflächenausschuss anklicken. Die Stadt weist darauf hin: Ersatzpflanzungen sollen entweder am gleichen Standort oder im näheren Umfeld erfolgen. Aufgrund von schlechten Standortbedingungen wie zum Beispiel Lichtmangel, sei das jedoch nicht überall möglich.