Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg | Stadt würdigt Arbeit von Ehrenamtlichen – „Ein Stück gelebte Demokratie“
Junko Ahrend und Karl-Eckhard Gieseking (vorn) nahmen von Bürgermeisterin Regina Baumgarten und Bürgermeister Eduard Kolle die Lüneburg-Medaille entgegen. Foto: t&w
Junko Ahrend und Karl-Eckhard Gieseking (vorn) nahmen von Bürgermeisterin Regina Baumgarten und Bürgermeister Eduard Kolle die Lüneburg-Medaille entgegen. Foto: t&w

Stadt würdigt Arbeit von Ehrenamtlichen – „Ein Stück gelebte Demokratie“

us Lüneburg. Ob im Frühjahr die Erdkröten auf Wanderschaft gehen, DLRG-Retter ausgebildet werden müssen, im Museum eine Aufsicht benötigt wird, im Verein die Kasse zu verwalten ist, Kindergottesdienste vorbereitet, Reisenden in der Bahnhofsmission geholfen, Suchtkranke begleitet oder Schülern die plattdeutsche Sprache beigebracht werden soll der Bedarf an Menschen, die bereit sind, sich freiwillig und in ihrer Freizeit für andere einzusetzen, ist groß. Mit einer Feierstunde im Glockenhaus hat die Stadt jetzt denjenigen gedankt, die sich in besonderer Weise in ihrem Ehrenamt engagiert haben.

„Sie verschenken Ihre freie Zeit, oft jenseits der öffentlichen Wahrnehmung. Das soll heute anders sein, denn wir möchten Ihre Leistungen zumindest einmal im Jahr in den Vordergrund rücken und Ihnen für Ihr Engagement danken“, sagte Bürgermeister Eduard Kolle. Zusammen mit Bürgermeisterin Regina Baumgarten und Bürgermeister Andreas Meihsies stellte er in dem voll besetzten Glockenhaus die 61 von der Stadt ausgewählten Ehrenamtlichen vor und würdigte die Arbeit und das Verdienst jedes Einzelnen für die Gemeinschaft.

Rund 6000 Ehrenamtliche gibt es in Lüneburg, 22 Millionen sind es in ganz Deutschland, wie Kolle berichtete. „Besonders positiv ist, dass sich junge Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren überdurchschnittlich stark engagieren“, sagte Kolle. Während die Jüngeren auf 37 Prozent ehrenamtlicher Tätigkeit kämen, brächten es alle Erwachsenen bis 60 Jahre auf 34 Prozent. „Ganz gleich, wo Sie sich engagieren Sie beweisen Solidarität und Gemeinsinn und führen damit ein Stück gelebte Demokratie vor Augen.“

Die in diesem Jahr Geehrten wurden von ihren Vereinen, Verbänden, Organisationen oder Institutionen vorgeschlagen. Doch auch einzelne Bürger können Menschen, die sich in besonderer Weise für andere einsetzen, für eine Ehrung vorschlagen, erklärte Kolle.

Eine besondere Auszeichnung wurde in diesem Jahr drei Personen zuteil: Sie erhielten die Lüneburg-Medaille, nach der Ehrenbürgerschaft und dem Ehrenbürgerring die dritthöchste Auszeichnung der Stadt. Die Medaillen gingen an Junko Ahrend, Karl-Eckhard Gieseking und Hedwig von Sichart, die ihre Medaille aber nicht persönlich in Empfang nehmen konnte.

Junko Ahrend wurde für ihre seit mehr als 25 Jahren ausgeübte Tätigkeit in der Deutsch-Japanischen Gesellschaft ausgezeichnet. Dabei habe sie auch durch ihre Kenntnis beider Sprachen sehr zur Freundschaft zwischen Lüneburg und seiner Partnerstadt Naruto beigetragen. „Frau Ahrend pflegt bis heute intensiv die Verbindung zu unserer Parttnerstadt und ist weiterhin eine große Stütze für den Verein“, betonte Bürgermeister Kolle.

„Die Fotografie ist sein Leben und Herr Gieseking ist ein Urgestein Lüneburgs.“ Mit diesen Worten ehrte Kolle Karl-Eckhard Gieseking, „einen Mensch, der sich für Vieles, was in seinem Lüneburg passiert, interessiert“. 1974 trat er dem Arbeitskreis Lüneburger Altstadt bei, seit 1979 ist er Sänger im Lüneburger Shanty-Chor, und überall ist er mit seiner Kamera dabei.

Die dritte Medaille ging an Hedwig von Sichart für ihr langjähriges Engagement in der Literarischen Gesellschaft Lüneburg und ihre seit mehr als 20 Jahren bestehende eigene Veranstaltung, in der sie lesenswerte Bücher vorstellt. Darüber hinaus engagiert sie sich unter anderem mit Kirchenführungen in St. Michaelis und im Kloster Lüne.

 

Die Ausgezeichneten
Margarida Albers (Kneipp-Verein), Jan Malte Baumann (IGS), Jürgen Behne (Ochtmisser Sportverein), Frauke Biermann (Reitclub Hagen), Elsa Birkholz (Bahnhofsmission), Berta Bokut (Landsmannschaft der Deutschen aus Russland), Nikolaj Bothmer (Paulusgemeinde), Dr. Ute Burmester (Plattdeutsch-AGs), Hans-Peter Christiani (Sucht-Selbsthilfegruppe „Ins Boot“), Charline Cordner (Stövchen), Konstanze Dahlkötter (Lüneburger Tafel, DRK), Claudia Daniels (Stintbrand-Hilfe), Birte Dreyer (VfL), Brigitte Fachet (DRK Häcklingen), Otto Frahm (LSV), Brigitte Freienberg (Lüneburger Tafel), Wolfgang Fuhrhop (Feuerwehr Lüneburg), Johanna Gerhard (Grüne Damen Klinikum), Fatemeh Godemann (Geschwister-Scholl-Haus), Elke Hammans (Kath. Kirchengemeinde St. Marien), Helga Harms (Grüne Damen Klinikum), Jara Hasis (IGS), Uwe Horn (Herbergsverein), Sylvia Jahnke (TuS Erbstorf), Godeke Klinge (THW), Nina Kluge (Kraftsport Lüneburg), Martin Knoop (Kirchengemeinde Lüne), Traute Knupper (SV Eintracht), Christian Koritz (Arbeiter-Samariter-Bund), Mechthild Kreye-Henne (Freundeskreis Hospiz), Rosemarie Krüger (Shanty-Chor), Ursula Kuhlmann (Nabu), Katrin Langer (Aktion Giebel), Eva Maria Lembke (Ostpreußisches Landesmuseum), Tiana Lühmann (Paulusgemeinde), Eckhard Menzel (DLRG), Manfred Möller (Verein Restless-Legs-Syndrom), Peter Mohr (Kirchengemeinde Lüne), Erika Müller (DRK Ochtmissen), Konrad Müller (IGS), Inga Quitt (Mentor Die Leselernhelfer), Gabriele Reimus (Lebenshilfe), Dr. Eric Richter (St.-Michaelis-Kirchengemeinde), Rosemarie Rönndahl (Stoma Selbsthilfegruppe), Lieselotte Rokohl (Stadtteilhaus ELMplus), Elisabeth Roschen (Ev.-ref. Kirchengemeinde), Dr. Dieter Rüdebusch (Bürgerverein), Ursula Saucke (Kleingärtnerbezirksverband), Gerd Schalow (Kinderschutzbund), Bodo Schlüschen (KKSV Ochtmissen), Gerd und Ulrike Schmidt (Den Kindern von Tschernobyl), Nadja Schmidt (Awo Migrationsberatungen), Meike und Monika Schröder (Umsonstladen Kaltenmoor), Jörg Schwieger (Schrotttrommler), Mechthild Schwinning (Salino), Gundula Severin-Schaffert (Alzheimer-Gesellschaft), Patricia Sonntag (St.-Ursula-Schulbücherei), Karin Täger (Kindertafel), Maria Elena Tews (Amistad), Melanie Töwe (Kath. Kirchengemeinde St. Stephanus), Christel Wenk (Tageseltern) und Kai-Oliver Wolff (Martin-Luther-Kirchengemeinde).