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Preisträger und Preisgeber: (v.L.) Dagmar Pitters, Sparkassenvorstand Karl Reinhold Mai, Landrat Manfred Nahrstedt, Daniela Schöning, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Michael Rode und Jürgen Thiele. Foto: t&w
Preisträger und Preisgeber: (v.L.) Dagmar Pitters, Sparkassenvorstand Karl Reinhold Mai, Landrat Manfred Nahrstedt, Daniela Schöning, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, Michael Rode und Jürgen Thiele. Foto: t&w

Hans-Heinrich-Stelljes-Preis: Vier, die Vorbildliches vollbringen

oc Lüneburg. Ohne Menschen, die sich selbstlos für andere einsetzen, kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Ehrenamtliches Engagement spielt sich oft im Verborgenen ab und ohne eine Auflistung, wieviele Stunden, Tage, Monate und Jahre da zusammenkommen. Der persönliche Einsatz für das Wohl anderer ist nicht mit Geld zu bezahlen, aber mit Respekt und Anerkennung. Seit 1999 ehrt die Hans-Heinrich-Stelljes-Stiftung Menschen für außerordentliches Engagement. Vier Männer und Frauen aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport und Bildung erhielten jetzt im Huldigungssaal des Rathauses den diesjährigen Stelljes-Preis.

Immer neue Aufgaben stellen sich, bei denen Ehrenamtliche wesentliche Hilfe leisten. Oberbürgermeister Ulrich Mädge wies bei seiner Begrüßung auf die aktuelle Situation von Flüchtlingen hin, die Hilfe bei der Integration benötigen. Zugleich erinnerte Mädge an den Namensgeber der Stiftung, der sich in seiner Zeit als Lüneburger Oberstadtdirektor (1963-1984) weit über sein Amt hinaus für die Belange der Menschen einsetzte. Der Stelljes-Preis, der von der Lüneburger Sparkassenstiftung ausgelobt wird, rückt Menschen ins Licht, die sonst im Hintergrund dafür sorgen, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird.

Diese Worte wandte Lebenshilfe-Geschäftsführer Ernst-Albrecht von Moreau auf Dagmar Pitters an. Sie ist seit vielen Jahren mit Leidenschaft Vorsitzende des Lebenshilfe-Vereins. Pitters, Mutter von vier Kindern, von denen zwei mit Behinderung leben, habe Visionen und könne das Machbare einschätzen, verbinde Kreativität und Pragmatismus, sagte von Moreau. Die auch als Traumacoach arbeitende Preisträgerin versprach, ihr Ehrenamt gern noch lange ausüben zu wollen: „Mir macht es Spaß.“

Umrahmt wurde die Feierstunde von Vincent Dombrows­ki (Posaune), Alexander Kuhl­berg (Gitarre) und Valentin Kolender (Bass). Junger, inspirierter Jazz, das passte für den Preisträger des Kulturbereichs. Denn den Jazz liebt Jürgen Thiele, Gründer und bis zu seinem Rückzug Inhaber der Firma Profi Musik. Thiele als Fachmann für den richtigen Sound engagiert sich seit Jahrzehnten auf vielen Ebenen für die Lüneburger Musikszene. Mittlerweile hat er eine eigene Stiftung gegründet und mit dieser das Übungsraumprojekt „Lets Rock!“ ins Leben gerufen. Das läuft gerade an und platzt schon aus allen Nähten. „Wir müssen weitermachen“, sagte Thiele, er hofft auf Mitstreiter.

Für den Bereich Sport ging der mit jeweils 1000 Euro dotierte Stelljes-Preis an Daniela Schöning, die Vorsitzende des SV Karze. Sie ist die „Unentbehrliche“, seit 17 Jahren für den mit 150 Mitgliedern eher kleinen Verein aktiv, seit 2001 als Vorsitzende. Peter Hüll, Geschäftsführer des Vereins, würdigte in freier Rede die Preisträgerin und Organisatorin, die noch in der Vereinskneipe mit anpacke.

Ein vierter Preis ging an den „Rode-Effekt“ bzw. an Michael Rode. Er ist Physiklehrer am Johanneum und setzt sich seit 1985 für „Jugend forscht“ ein. Seine Begeisterung für die Entdeckerfreude der Schüler würdigte Schulleiter Friedrich Suhr und die vielen Erfolge, die junge Forscher unter Rodes Begleitung errangen, bis hin zum Bundessieg. Den „Rode-Effekt“, von dem man im Johanneum spreche, benannte Suhr so: „Schüler entwickeln fast unglaubliches Interesse an den gestellten Themen und dazu das nötige Durchhaltungsvermögen.“ Rode freute sich bei seinen Dankesworten darüber, dass sein Engagement ansteckend auf weitere Lehrkräfte wirke.