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Auf dem Gelände, auf dem einst die Firma Frido Anders ansässig war, plant das DRK sein Bauprojekt mit 61 Wohnungen. Foto: A/be
Auf dem Gelände, auf dem einst die Firma Frido Anders ansässig war, plant das DRK sein Bauprojekt mit 61 Wohnungen. Foto: A/be

DRK-Wohnprojekt auf Zielgerade

as Lüneburg. Den Bau einer Seniorenanlage für betreutes Wohnen auf einer innenstadtnahen Fläche plant das Deutsche Rote Kreuz in Lüneburg seit Jahren. Vor zwei Jahren beschloss der Verwaltungsausschuss der Stadt die Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine Fläche an der Soltauer Straße, auf dem ehemals die Firma Frido Anders beheimatet war. Im Bauausschuss, der am Montag, 8. Dezember, im Traubensaal des Rathauses tagt, soll nun der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan erfolgen. Das heißt: grünes Licht für das DRK-Projekt.

Wie berichtet, soll auf dem knapp 5000 Quadratmeter großen Areal, das zwischen Soltauer Straße, Hinter der Saline und einem Privatweg zum Postgelände liegt, ein Komplex aus mehreren Gebäuden entstehen. Der DRK-Ortsverein möchte dort 61 Wohnungen bauen lassen, unterschiedlich groß, barrierefrei, behindertengerecht und bezahlbar. Angesiedelt werden sollen auch Einrichtungen für Tagespflege, ambulante Pflege und Verhinderungspflege. Noch im Frühjahr sah es so aus, als wenn das Projekt auf die lange Bank geschoben würde. Damals plädierte die rot-grüne Mehrheitsgruppe dafür, dass die Pläne fürs Postgelände noch einmal überdacht werden sollten und die angrenzenden Flächen, also auch die Seniorenanlage, in die Planungen mit einbezogen werden sollten.

Doch Lüneburgs Stadtbaurätin Heike Gundermann sprach sich dann dafür aus, dass der Bebauungsplan für das Projekt des DRK unabhängig aufgestellt wird. Aus ihrer Sicht „ein unterstützenswertes Vorhaben in bester Innenstadtlage“.

Mit dem Bebauungsplan möchte die Stadt eine der innenstadtnahen Lage „angemessene Innenentwicklung und Nachverdichtung“ ermöglichen, die auch durch die Novellierung des Baugesetzbuches gefordert wird. Der überarbeitete Entwurf des Planes, der nun zur Abstimmung kommen soll, ermöglicht Folgendes: An die bestehende Bebauung an der Soltauer Straße soll sich ein Eckgebäude mit maximal fünf Geschossen anschließen. Die Traufhöhe wird mit 14 Metern, die Firsthöhe mit maximal 18 Metern festgesetzt. Entlang der Straße Hinter der Saline könnte eine Riegelbebauung mit maximal vier Geschossen entstehen. Im Ursprungsplan war noch eine zweigeschossige Bebauung festgesetzt. Der überarbeitete Entwurf begrenzt aber die maximale Firsthöhe auf 14 Meter, womit sichergestellt sein soll, dass über dem vierten Geschoss nicht noch ein Staffelgeschoss entsteht.

Die Erschließung für Fahrzeuge soll über die Straße Hinter der Saline erfolgen. Über diese Zu- und Abfahrt ist auch die geplante Tiefgarage zu erreichen. Die Tiefgaragenflächen, die nicht überbaut sind, sollen begrünt werden wie auch Flachdächer, um so Lebensraum für Insekten und einheimische Pflanzen zu schaffen. Die Flächen zwischen den Gebäuden könnten parkähnlich mit Bäumen und Sträuchern gestaltet werden.

Laut Stadtbaurätin Gundermann müsste der DRK-Ortsverein, wenn der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan steht, im nächsten Schritt einen Bauantrag stellen. Eine Baugenehmigung könnte im nächsten Jahr erteilt werden.

One comment

  1. Hannelore Vetter

    Also das das Wohnprojekt vom DRK zustande kommt sehe ich nicht. Das Gelände hat man verkommen lassen. Ich sehe diesen „Schandfleck “ fast jeden Tag. Dies wird vermutlich wie einige andere auch die zwar geplant aber nicht umgesetzt werden!