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Nikolaus, Knecht Ruprecht und Pony Goldi waren schnell von Kindern umringt, nachdem sie am Kai angelegt hatten. Foto: t&w
Nikolaus, Knecht Ruprecht und Pony Goldi waren schnell von Kindern umringt, nachdem sie am Kai angelegt hatten. Foto: t&w

Nikolaus kommt im Boot +++ Mit LZplay-Video

rast Lüneburg. Der Nikolaus war sofort umringt von kleinen Fans, nachdem er mit seinem Gefolge aus Kindern verschiedener Nationalitäten mit seinen Booten nach zwei Ehrenrunden um 17.15 Uhr am Kai hinter der ehemaligen Bezirksregierung anlegte. Der Bischof machte zum 24. Mal am Abend mit Knecht Ruprecht Station in Lüneburg, bevor er dann in der Nacht alle anderen Stiefel in aller Welt mit Leckerem und mit Geschenken füllte. Esel Elsa war in diesem Jahr allerdings nicht dabei, hatte sich einen Fuß verstaucht. Pony Goldi sprang für sie ein. Mit Pastor Eckard Oldenburg, rund 450 Kindern und Erwachsenen sowie Bläsern der Musikschule zog der Heilige Mann zur Nicolaikirche, wo die Besucher das Singspiel von Nikolaus und den Piraten sahen.

Der Nikolaus hatte viele Helfer. So passten Mitglieder der DLRG an den Kaianlagen auf, dass den Kindern nichts passiert. Auch mit zwei Booten halfen die Lebensretter aus.

Um Nikolaus von Myra, der zwischen 270 und 286 in Patara in der Region Lykien (heute Teil der Türkei) geboren wurde und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts Bischof von Myra war, ranken sich etliche Legenden. Nach dem Tod seiner Eltern erbte Nikolaus ein großes Vermögen, das er an die Armen in seiner Umgebung verteilte. Unter diesen Armen sollen auch drei Jungfrauen gewesen sein, denen er durch die Gabe einer aus Goldklumpen bestenden Mitgift die besten Heiratschancen ermöglicht haben soll. Das Aufstellen der Schuhe am Vorabend des Nikolaustages geht auf diese Legende zurück.