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Förster Michael Stall ist mit dem Jahresergebnis zufrieden. Foto: A/t&w
Förster Michael Stall ist mit dem Jahresergebnis zufrieden. Foto: A/t&w

Der Wald wirft mehr Geld ab

us Lüneburg. Weniger Einnahmen und dennoch ein besseres Jahresergebnis. So zeigt sich die Bilanz, die Lüneburgs Stadtförster Michael Stall jetzt für das Forstwirtschaftsjahr 2013 vorgelegt hat. Rund 608000 Euro wurden im zurückliegenden Jahr eingenommen, 26000 Euro weniger als noch 2012. Doch die Mindereinnahmen konnten durch Einsparungen bei den Personal- und Sachkosten mehr als ausgeglichen werden. Rund 78000 Euro Überschuss wurde unterm Strich 2013 erzielt, ein Plus von 29000 Euro gegenüber 2012.

„Durch die unverändert sehr gute Holznachfrage konnte wiederum ein sehr gutes Verkaufsergebnis erzielt werden“, heißt es in dem jetzt vorgelegten Bericht. Das in Summe positive Ergebnis sei im Grunde sogar noch um 20000 Euro höher anzusetzen, da Landesfördermittel in dieser Höhe erst spät eingegangen seien und deshalb nicht mehr im Haushalt 2013 berücksichtigt werden konnten, teilte Michael Stall in der jüngsten Sitzung des Grünflächen- und Forstausschusses mit. Der weitaus überwiegende Teil der erzielten Erlöse stammt mit rund 575000 Euro aus dem Holzverkauf, der Rest entfällt auf den Verkauf von Saatgut, Schmuckgrün und Weihnachtsbäumen, aber auch auf Gebühren für Genehmigungen, Spenden, Müllsammeln sowie den Erhalt von Fördermitteln.

Knapp 1600 Hektar Forstfläche werden vom Forstamt der Stadt betreut, davon gehören 31 Prozent der Stadt selbst, 47 Prozent dem Hospital Zum Großen Heiligen Geist und 22 Prozent dem Hospital St. Nikolaihof. Von der gesamten Forstfläche liegen 53 Prozent im Stadtgebiet, der Rest auf dem Gebiet des Landkreises Lüneburg. Insgesamt betrug der Einschlag im vergangenen Jahr 8004 Festmeter, der gesamte Vorrat betrug am Jahresende 414489 Vorratsfestmeter (Vfm) und damit 2207 Vfm mehr als im Vorjahr.

Stall hob hervor, dass lediglich 85 Prozent des Zuwachses geschlagen werde, auch würden die Zielstärken der zu fällenden Bäume „bewusst sehr hoch gesetzt“, wie Stall erklärte. Insgesamt bestehe ein „gutes Miteinander von bewirtschaftetem Wald und geschützten Alt-Bäumen“, sieben Prozent des Stadtwaldes würden zudem gar nicht mehr bewirtschaftet. Stall machte in diesem Zusammenhang aber auch deutlich, dass für jeden Prozentsatz, der aus der Bewirtschaftung genommen werde, der Rest entsprechend stärker bewirtschaftet werden müsse. Allerdings gehe es ihm nicht um Bewirtschaftung oder Naturschutz, „sondern ich wähle den integrierten Ansatz“. Durch die 40-jährige naturgemäße Waldbewirtschaftung werde das „erfolgreiche Neben- und Miteinander von Ökonomie und Ökologie im Stadtwald permanent weiterentwickelt“ werden können, machte Stall in seinem Ausblick auf die kommenden Jahre deutlich.