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Einen Spendenscheck über 2600 Euro überreichten die Betriebsratsmitglieder des Lüneburger Klinikums (v.l.) Bernd Wenkemann, Susanne Jarke, Sigrid Mahnke, Andreas Bahr und Susanne Schnoor an die Leiterin der Kindertafel, Birgit von Paris (vorne r.). Foto: t&w
Einen Spendenscheck über 2600 Euro überreichten die Betriebsratsmitglieder des Lüneburger Klinikums (v.l.) Bernd Wenkemann, Susanne Jarke, Sigrid Mahnke, Andreas Bahr und Susanne Schnoor an die Leiterin der Kindertafel, Birgit von Paris (vorne r.). Foto: t&w

Mitarbeiter des Klinikums spenden an Kindertafel

mm Lüneburg. Alle zwei Jahre wieder wird das Spendenkonto des Lüneburger Klinikums geleert. Denn dann haben viele der über 1300 Krankenhausangestellten jeden Monat kleine Geldbeträge für die Rest-Cent-Aktion abgestottert. Dieses Mal kamen 2600 Euro zusammen. Der Scheck wurde nun vom Betriebsrat an die Kindertafel Lüneburg im Klinikum überreicht.

„Jeder im Krankenhaus hat auf Antrag die Möglichkeit, seinen Verdienst hinter dem Komma zu spenden“, erklärt Susanne Jarke, die Betriebsratsvorsitzende. Maximal können also pro Monat 99 Cent als Spende vom Gehaltskonto abgehen. Das Geld wird auf einem Sonderkonto geparkt, die Betriebsratsmitglieder überlegen dann, wer die Spende erhalten soll. Vor zwei Jahren ging das Geld an den Kinderschutzbund, jetzt an die Tafel. „Am liebsten wird für Kinder gespendet. Sie sind unsere Zukunft, und gerade die Kindertafel ist auf Zuschüsse angewiesen“, begründet Jarke.

Die Spende fließt bei der Tafel in den täglichen Ablauf. Fortwährend besuchen nach der Schule 55 Kinder die Einrichtung in der Paul-Gerhardt-Gemeinde, darunter sind auch 15 syrische Flüchtlingskinder. „Zurzeit können wir uns Sonderprojekte nicht leisten, das Spendenaufkommen ist insgesamt geringer“, sagt die Einrichtungsleiterin Birgit von Paris.

Die Tafelkinder bekommen nach dem Essen eine Hausaufgabenhilfe, Unterstützung leisten 52 ehrenamtliche Mitarbeiter, die jeweils einmal in der Woche kommen. Zusätzlich gibt es Nachhilfeunterricht für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik. Zweitklässler haben Lesepaten an ihrer Seite.

Die syrischen Flüchtlingskinder erhalten pro Tag eine Stunde speziellen Förderunterricht von den Ehrenamtlichen. Sie müssen oft noch die deutsche Sprache lernen, dafür sei auch reichlich neue Literatur angeschafft worden, berichtet von Paris. Was die Kinder immer auch benötigen, sind Unterrichtsmaterialien, wie beispielsweise Stifte, Hefte oder Mappen.