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An der Lübecker Straße im Hanseviertel soll ein Lebensmittelmarkt entstehen. Dafür soll nun der Bebauungsplan aufgestellt werden. Foto: be
An der Lübecker Straße im Hanseviertel soll ein Lebensmittelmarkt entstehen. Dafür soll nun der Bebauungsplan aufgestellt werden. Foto: be

Markt fürs Hanseviertel

as Lüneburg. Im Hanseviertel werden künftig rund 1500 Menschen leben. Um die Nahversorgung sicherzustellen, plant die Stadt, im Zentrum des Neubaugebietes einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln. Dafür sollen nun die Pflöcke eingeschlagen werden. Im Bauausschuss am Montag, 19. Januar, geht es um die Aufstellung des Bebauungsplanes „Lübecker Straße“. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Casino-Gebäude im Schlieffenpark.

Ein Gutachten hatte sich unter anderem für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Hanseviertel ausgesprochen. Die Stadt hatte es in Auftrag gegeben als Fortschreibung des Einzelhandelsentwicklungs- und Zentrenkonzepts, das bei der Aufstellung von Bebauungsplänen als Leitfaden für die Einzelhandelsentwicklung gilt. In den Fokus genommen wurde die künftige Nahversorgung im östlichen Stadtgebiet. Ende November wurde das Gutachten vom Rat abgesegnet.

Der Lebensmittelmarkt fürs Hanseviertel soll auf einer Fläche an der Kreuzung Lübecker Straße/Horst-Nickel-Straße entstehen und eine maximale Verkaufsfläche von 1300 Qua­dratmetern haben. Stadtbaurätin Heike Gundermann geht davon aus, „dass in der zweiten Jahreshälfte ein Satzungsbeschluss für den B-Plan steht, sodass noch in diesem Jahr mit dem Bau des Lebensmittelmarktes begonnen werden kann“. Es gibt bereits einen Investor für das Projekt.

In dem bestehenden Bebauungsplan für das Zentrum des Hanseviertels wurde bereits ein großes Baufeld als Mischgebiet (Wohnen und Gewerbe) für fünfgeschossige Gebäude ausgewiesen Im Rahmen des jetzt aufzustellenden B-Planes „Lübecker Straße“, der ein Areal von 7800 Quadratmetern umfasst, werden zwei kleinere Baufelder mit einer maximalen Viergeschossigkeit geplant.

Die Ausschussmitglieder können sich zudem vor Ort über den Ausbau und die Sanierung des ehemaligen Offizierscasinos informieren. Die Hansestadt hatte das unter Denkmalschutz stehende Gebäude im Herbst 2013 übernommen, um dort ein Stadtteilzentrum mit generationsübergreifenden Angeboten sowie Raum für den Tanzsport entstehen zu lassen. Das Obergeschoss wurde zu einer Kindertagesstätte mit drei Gruppen umgebaut. Bereits in der kommenden Woche am Donnerstag, 15. Januar, nimmt die Kita ihren Betrieb auf. Die Trägerschaft übernimmt die Paul-Gerhardt-Gemeinde.

Laut Stadtbaurätin wurde für die Barrierefreiheit eine Aufzugsanlage eingebaut sowie eine WC-Anlage im Erdgeschoss umgebaut. Die vorhandene Küche wird zunächst für die Kita saniert. Die Kosten der Gesamtmaßnahmen liegen bisher bei rund 1,8 Millionen Euro, weitere 200000 Euro stehen 2015 für die Gestaltung der Außenanlagen bereit.