Mittwoch , 28. September 2016
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Der Libeskind-Bau der Leuphana. 
Foto: t&w
Der Libeskind-Bau der Leuphana. Foto: t&w

Ministerin zu Richtfest für Libeskind-Bau: Spektakuläres Gebäude, kritischer Zeitplan

lz Lüneburg. Vier Tage vor dem Richtfest für das mindestens 72 Millionen Euro teure Zentralgebäude der Universität Lüneburg meldet sich noch einmal Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić zu Wort, mit Lob und mahnenden Worten.

Das von US-Stararchitekt Daniel Libeskind entworfene Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg soll nach derzeitiger Planung spätestens Ende 2016 fertig sein. Das teilte ein Uni-Sprecher mit Blick auf das Richtfest am kommenden Montag mit. «Der Zeitplan für den Bau ist so angelegt, dass es nicht zum Verfall von Fördermitteln kommen wird», sagte der Uni-Sprecher. Spätestens im Januar 2017 muss der Bau fertig sein, sonst könnten EU-Millionen verloren gehen. Kritiker hielten den Bau lange für nicht finanzierbar.

Die Mnisterin sagt laut der Deutschen Presseagentur: «Bei allen Schwierigkeiten, die es mit dem Libeskind-Bau bisher gegeben hat, wächst auf dem Leuphana-Campus ein spektakuläres, anspruchsvolles Gebäude in die Höhe.“ Die Universitätsleitung müsse aber auch weiter dafür sorgen, dass Bau und Finanzierung seriös und transparent vonstatten gehen, forderte die Grünen-Politikerin. «Der Zeitplan ist ambitioniert und bleibt nach wie vor kritisch», betonte sie.

Die Uni veröffentlichte zum anstehenden Richtfest folgende Pressemitteilung:

*Wichtiges Etappenziel erreicht*

Die Leuphana Universität Lüneburg hat ein weiteres großes Etappenziel ihrer Campus-Neuentwicklung erreicht. Am kommenden Montag (19. Januar, 13 Uhr) feiert sie das Richtfest des Zentralgebäudes. Zahlreiche prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden zu diesem Festakt erwartet, darunter die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic. Auch Architekt Professor Daniel Libeskind wird der Zeremonie beiwohnen und zu den Gästen sprechen. Stiftungsrat und Präsidium der Hochschule bezeichneten im Vorfeld des Ereignisses das Gebäude als Meilenstein für den Fortschritt der Universität und als Impulsgeber für die gesamte Region.

Der Entwurf steht sinnbildlich für das in Lüneburg verfolgte Hochschulmodell. Seit 2007 erneuert die Leuphana ihr Angebot in Forschung und Lehre fundamental. Ziel ist die Entwicklung einer modernen Universität für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Für ihr Modell, das weit über die Grenzen Lüneburgs Beachtung findet, wurde die Leuphana bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Fertigstellung des Zentralgebäudes unter der Regie der Leuphana ist für 2016 vorgesehen.

Mit fast 37 Metern wird in diesen Tagen der höchste Punkt des Gebäudes erreicht. Es verfügt über eine Gesamtnutzfläche von rund 13.000 Quadratmetern. Die Forschung nimmt gut die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes ein. 2.700 Quadratmeter Fläche sind für ein Studierendenzentrum vorgesehen, 2.500 Quadratmeter für ein Seminarzentrum. Ein Auditorium Maximum bietet Platz für 1.200 Besucher. Getragen wird das Projekt von der Leitidee eines idealen Orts, an dem sich Studieren, Forschen und Leben miteinander vereinbaren lassen. Das neue Gebäude soll auch ein Ort des lebendigen Austausches zwischen Universität und Region werden.

Das Zentralgebäude setzt neue Maßstäbe für öffentliche Bauten. Dies gilt sowohl für die Architektur als auch mit Blick auf Energieeffizienz. Energieoptimiertes Bauen steht im Vordergrund. Es besticht durch technologische Innovationen, darunter Vakuumisolierverglasung, den Einbau von PCM (Phase Change Materials) sowie verschiedene Bausteine für eine nutzerabhängige Gebäudeleittechnik. Die aktuelle Konzeption orientiert sich an den Standards eines Net Zero Emission Buildings (NZEB). Nach der vollständigen Inbetriebnahme könnte in der Gesamtbilanz mehr Energie produziert als verbraucht werden.

Die Baukosten sind mit rund 72,3 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung ist gesichert, auch für mögliche Risiken hat die Universität Vorsorge getroffen. Den Löwenanteil tragen der Bund und Land Niedersachsen, die Europäische Union sowie Stadt und Landkreis Lüneburg. Auch katholische und evangelische Kirche, die Jüdischen Gemeinden Niedersachsen und die Klosterkammer sind, wie auch die Universität selbst, an der Finanzierung beteiligt.

Die Leuphana befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Wehrmachtskaserne. Der Entwurf von Daniel Libeskind, der in Lüneburg nebenberuflich als Professor lehrt, setzt dazu bewusst einen Kontrapunkt. Für seine Arbeit suchte der Architekt den intensiven Austausch mit Studierenden, um Wünsche und Vorstellungen der wichtigsten Nutzergruppe in die Entwicklung einfließen zu lassen. Mit dem Zentralgebäude werden nun vorhandene Strukturen aufgebrochen. Es symbolisiert den freien Ansatz und die Vielschichtigkeit der Wissenschaft sowie Offenheit, Transparenz und demokratische Verpflichtung zugleich.

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14 Kommentare

  1. Ein Bau, in dem selbst die Möbel aufgrund der Form fast schon maßgeschneidert sein müssen, kostet mindestens 72 Millionen Euro. Evtl. sogar bis zu 91 MILLIONEN EURO !!! Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen und auf sich einwirken lassen. Zukünftig soll es auch als Veranstaltungshalle mit bis zu 1.200 Personen genutzt werden. Der Topf „Kultur“ scheint mehr als prall gefüllt zu sein. Aber der Topf „Sport“ erscheint seit Jahren leer. Kürzungen der Gelder für Sportvereine. Ungenügende, marode und fehlende Sporthallen & -Plätze seit langem. Leere Versprechungen wie immer in diesem Bereich. Ach ja – „leer“… Da war ja was…! Lasst uns aus dem Sport einfach Kultur machen. Dann läuft das. Immerhin hat ja der OB nun auch diesen Bereich selbst übernommen. Nicht zu vergessen das er auch in den Kreistag möchte. Er scheint nicht ausgelastet zu sein!

    • die frage ist, worauf liegt der mittelstand mehr wert? auf kultur, oder auf sport? sport treiben auch die armen. dafür fühlt sich der mittelstand nicht bereit, dieses ausreichend zu finanzieren. die elbphilharmonie ist so ein beispiel. dort wird immer weiter gebaut. der mittelstand will das so. was meinen sie , wie hoch opernhäuser subventioniert werden. sie werden staunen. machen sie sich mal schlau. ein hartz iv -empfänger, oder niedriglöhner werden sie nicht so schnell in einem opernhaus finden. vielleicht als 1 euro-jobber.

      • zusatz:
        Jeder Sitzplatz hat seinen Preis
        Liste der Zuschüsse:J jede Eintrittskarte in der Staatsoper wird mit 250 Euro gefördert

    • Kommunikationsproblem

      „Risiken minimieren, Kosten vermeiden, Einsparungen durchsetzen: Mit diesen Vorgaben will Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) den Libeskind-Bau an der Leuphana Universität in Lüneburg vorantreiben. Die Oberfinanzdirektion Niedersachsen geht mittlerweile von möglichen Kosten von 91,1 Millionen Euro aus und nennt als schlimmsten Fall sogar 125 Millionen Euro. Kalkuliert waren mal rund 58 Millionen.“
      http://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/146900-schlagabtausch-ueber-libeskind-bau-im-landtag

  2. „Die Universitätsleitung müsse aber auch weiter dafür sorgen, dass Bau und Finanzierung seriös und transparent vonstatten gehen, forderte die Grünen-Politikerin, Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić.“

    „Weiter“? Vielleicht sollte „die Universitätsleitung“ erst einmal damit anfangen, für Seriosität und Transparenz zu sorgen?

    «Der Zeitplan für den Bau ist so angelegt, dass es nicht zum Verfall von Fördermitteln kommen wird», sagte der Uni-Sprecher.

    Was musste der arme Kerl in den letzten Jahren nicht schon alles „sagen“?

    „Stiftungsrat und Präsidium der Hochschule bezeichneten im Vorfeld des Ereignisses das Gebäude als Meilenstein für den Fortschritt der Universität und als Impulsgeber für die gesamte Region. … Mit dem Zentralgebäude werden nun vorhandene Strukturen aufgebrochen. Es symbolisiert den freien Ansatz und die Vielschichtigkeit der Wissenschaft sowie Offenheit, Transparenz und demokratische Verpflichtung zugleich.“

    Kann mir mal jemand diesen verblasenen Wortmüll ins Deutsche übersetzen?

    • damit wird gemeint, mit diesem bau spielt man jetzt in der champions-league mit. eitelkeiten werden damit befriedigt, sonst nichts. der michel müsste eigentlich losgehen und sämtliche verantwortliche dafür verhauen, finden sie nicht?

    • Sicher niemand völlig überflüssig,überteuert und für die Stadt kaum nutzbar.Zudem noch hässlich. Sieht aus wie Sturmschaden.

    • Jede Ware muss angepriesen, beworben und verkauft werden. Geh mal über den Fischmarkt in Hamburg, dann weißt du wie man das macht.

      Nun steht das Zentralgebäude zwar nicht direkt zum Verkauf, aber es muss den Kritikern und vor allem den Investoren gegenüber „verkauft“ werden. Das ist der Uni-Leitung bei der Finanzierung und Genehmigung des Baues schon gut gelungen. Wenn auch nicht, wie wir leider alle wissen, mit korrekten Kalkulationen. Blumige Worte sollen das alles vergessen machen und den Investoren ein Gefühl von Stolz vermitteln, an diesem einmaligen Projekt beteiligt zu sein. Und ein guter Verkäufer kann auch schimmeligen Käse verkaufen.

      Schon vor über einem Jahr hatte ich in einem Kommentar zu diesem Thema sinngemäß geschrieben: Und beim Richtfest und der späteren feierlichen Einweihung werden sie alle stolz, beeindruckt und zufrieden zusammen sitzen und laut klatschen. Da denkt dann keiner mehr daran, was zuvor gelaufen ist.

      • Heidi, war das Ihr Kommentar? Vom 26. Februar 2014 um 15:38?

        «Was steht in der Zeitung, wenn sich zwei Landesregierungen von zwei Tricksern jahrelang hinhalten und über den Tisch ziehen ließen, dann volle zwölf Monate untätig auf das Weiterwachsen von deren Geldvernichtemonstrum starrten und nun zusammen mit Stadt und Landkreis in der hundert-Millionen-Falle sitzen und Katastrophenmanagement betreiben müssen?

        Man liest von rechthaberischem, gegenseitigem Schuldzuweisungsgetöse, davon dass man nach sieben Jahren Planungs- und eineinhalb Jahren Bauzeit nun endlich “zügig einen Finanzierungsplan” brauche, dass ” belastbare Zahlen die Basis für weitere Planungen” seien, dass “um EU-Gelder zu sichern, (…) erstmals ein realistischer Zeitplan vorgelegt worden” sei, dass es “zudem (…) eine externe Projektsteuerung geben” werde und dass es gelte “einen Imageschaden durch die undurchschaubare Bau-Finanzierung abzuwenden”.

        Man liest also Bekenntnisse einer unvorstellbaren Schlamperei, die jeden privaten Bauherrn, der sich Gleiches geleistet hätte, auf geradem Weg ins Gefängnis führen würden, und bezeichnet das Resultat dieses gemeinschaftlichen Versagens als “potentiellen Imageschaden”.

        Was man nicht liest, ist, dass ein Untersuchungsausschuss eingesetzt wird, der die Verantwortlichkeiten des tatsächlich steuergeldverschwendenden Schadensfalls akribisch aufklärt.»

        http://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/145341-stadt-und-kreis-gefordert#comment-2719

        • Feiern Sie heute mit, Heidi?

          Haben Sie den Ledersessel zwischen Frau Heinen-Kljajić und Herrn Spoun zugeteilt bekommen? Oder müssen Sie für Herrn Hillmer den ausziehbaren Selfie-Stick mit integriertem Bluetooth-Auslöser halten?

    • Vieles wird klarer, wenn Sie sich in die Zukunft versetzen und das Geschwurbel einfach mal auf die Verhältnisse im Roten Feld übertragen (http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/197866-die-grenzen-des-buergerwillens).

      Stellen Sie sich Dr. Rolf Johannes vor, Specht- und Heckenliebhaber, Immobilieneigentümer, Vorsitzender des Museumsvereins für das Fürstentum Lüneburg und Vorstandsmitglied der Leuphana Universitätsgesellschaft e.V., wie er im Januar 2016 mit korrekt geknoteter Krawatte elegant durch die heimische Gartenpforte schreitet und – ohne Kommunikationsprobleme (http://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/183904-es-gibt-ein-kommunikationsproblem) – vor auf der Straße versammelter Prese und in Anwesenheit einer Grünen-Politikerin, Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić, anhebt, sich anlässlich des Richtfestes in der Lessingstraße 7 zum Stadtvillenrohbau auf dem Gelände der abgerissenen Ibus-Villa mit schöner, von allen gediegen gekleideten Honoratioren gut vernehmlicher Stimme zu artikulieren:

      “Oberbürgermeister und Lüneburger Politik-Exzellenzen sowie Stiftungsrat und Präsidium unserer Hochschule bezeichneten im Vorfeld des heutigen Ereignisses das Gebäude – es verfügt über eine Gesamtnutzfläche von rund 13.000 Quadratmetern und ist 137 Meter hoch – als Meilenstein für den Fortschritt des Roten Feldes und als Impulsgeber für die gesamte nachbarschaftliche Region unseres Quartiers. … Mit dem Stadtvillenzentralgebäude meiner Gartenterrasse gegenüber werden nun vorhandene Strukturen aufgebrochen. Es symbolisiert den freien Ansatz und die Vielschichtigkeit der gehobenen Wohnwissenschaft sowie Offenheit, Transparenz und demokratische Verpflichtung zugleich.

      Nachdem einige kritische Kommentare zu dem Stadtvillenneubau vor meiner Haustür erschienen waren, habe ich mich gestern Abend hier noch einmal hingestellt und den Bau in Ruhe angesehen. Ich bin überzeugt davon, dass es ein gutes Stück Architektur geworden ist. Ich glaube, die Lüneburger werden bald sehen, wie gut es hierhin passt. Wenn alle Details – der Schriftzug, die beleuchtete Tür – fertig sind, wird das Haus noch eleganter wirken.”

  3. „Energieoptimiertes Bauen steht im Vordergrund. Es besticht durch technologische Innovationen, darunter Vakuumisolierverglasung, den Einbau von PCM (Phase Change Materials) sowie verschiedene Bausteine für eine nutzerabhängige Gebäudeleittechnik. Die aktuelle Konzeption orientiert sich an den Standards eines Net Zero Emission Buildings (NZEB). Nach der vollständigen Inbetriebnahme könnte in der Gesamtbilanz mehr Energie produziert als verbraucht werden.“

    „Orientiert sich an den Standards“, erfüllt sie aber nicht?

    „Könnte mehr Energie produziert als verbraucht werden“, ist aber nicht sicher?

    Nach der sehr skeptischen Oberfinanzdirektion (OFD) hat sich auch der Landesrechnungshof (LRH) 2014 sehr kritisch zu den Bauunterlagen des Zentralgebäudes geäußert:

    „Der LRH stellt fest, dass in den Unterlagen der Universität «Angaben enthalten sind, die den hohen energetischen Zielen der Leuphana nicht entsprechen.» (LRH-Bericht 2014 S. 28) Dabei beziehe man sich unter anderem auf Wärmerückgewinnungsanlagen und Wärmedämmstoffe, welche nicht den Standards der Universität entsprechen. Laut LRH seien hier deutliche Optimierungen möglich.“

    Aus: 2014-05-14 Landesrechnungshofbericht 2014 Zusammenfassung.pdf

    Auf der Seite: http://muster.asta-lg.de/materialien.html

  4. Jannick Rutemöller

    Mich würde interessieren, welches Outfit der selbständige Landwirt und stellvertretende Fraktionschef der CDU im Landtag, Jörg Hillmer, zum in vier Tagen anstehenden Zelebrationsanlass wohl gewählt hat und welchen mimischen und gestischen Ausdruck – nebst zweckentsprechender Körperhaltung – er für angemessen erachtet (siehe den wundervollen Kommentar: http://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/145341-stadt-und-kreis-gefordert#comment-2638 und die ausgezeichnete Fotokomposition darüber).

    Entgangen war dem (der) guten Beobachter(in) und dem (der) wortgewaltigen Leserbriefschreiber(in) („Leuphanatiker wundervoll“) vom 21. Februar 2014 um 17:48, dass sich die LZ-Redaktion am 26. Februar 2014 für seine (ihre) gelungene Bildanalyse bedankt hat, indem sie über einen Artikel zum gleichen Thema eine die obszöne Selbstbezogenheit des politschauspielernden Begutachtungstouristen womöglich noch eindringlicher entlarvende Aufnahme platzierte (http://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/146900-schlagabtausch-ueber-libeskind-bau-im-landtag). Hieran schließt sich die Frage, ob Herr Hillmer schon einen Selfie-Stick (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/selfie-stick-wo-die-seltsamen-stangen-herkommen-a-1011324.html) besitzt, mit dessen Hilfe er beim Leuphana-Richtfest am kommenden Montag vielleicht doch – sein iPhone an der Teleskopstange über die vor ihm befindlichen Rücken der Ministerriege hinwegschwenkend – zu einem Selbstbild inmitten der Feierprominenz gelangen könnte.

  5. Wird die Mahnung der Wissenschaftsministerin “die Universitätsleitung müsse aber auch weiter dafür sorgen, dass Bau und Finanzierung seriös und transparent vonstatten gehen“ auch wirklich enst genommen?!
    Insbesonders hinsichtlich der EU-Mittel geht es nicht nur um die Einhaltung des Zeitplans, sondern auch darum, dass die vor der Schluß-Auszahlung der Fördermittel anstehende Prüfung der Verwendungsnachweise zweifelsfrei ergibt, dass die Antragsvoraussetzungen auch tatsächlich eingehalten und erfüllt wurden.
    Sind zum Beispiel die vor Monaten und Jahren aufgeworfenen Fragen zum „vorzeitigen Maßnahmebeginn“ oder auch zur „Nicht-Ausschreibung“ der Maßnahmen tatsächlich geklärt?
    Brüssel bzw. die EU-Kommission legt erfahrungsgemäß strenge Maßstäbe an und zahlt bei Nichteinhaltung der Förderrichtlinien Mittel gar nicht erst aus oder fordert sie zurück. Es bleibt zu hoffen, dass die abschließende Prüfung der Verwendungsnachweise zu keinen Beanstandungen führen wird und die nationalen öffentlichen Hände nicht dem politischen Zugzwang ausgesetzt werden, Finanzierunglücken schließen zu müssen.