Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, und Peter Zurheide, Bereichsleiter Grünplanung bei der Stadt, besprechen, wie der Kurparkteich auf Vordermann gebracht werden soll. Foto: t&w
Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, und Peter Zurheide, Bereichsleiter Grünplanung bei der Stadt, besprechen, wie der Kurparkteich auf Vordermann gebracht werden soll. Foto: t&w

Lüneburger Kurpark: Teich wird fein gemacht

as Lüneburg. Das Laub der umliegenden Bäume, Futter für die Enten und deren Hinterlassenschaften haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass sich am Grund des Kurparkteichs eine dicke Schlammschicht abgesetzt hat. Bereits im vergangenen Herbst hatte die Stadt das Wasser im Teich abgelassen, seitdem bietet der modrige Untergrund keinen schönen Anblick. Doch das wird sich nun ändern, denn die Stadt beginnt heute mit der Entschlammung. Ende August sollen die Arbeiten inklusive Einbau eines neuen Klärsystems abgeschlossen sein und der Kurparkteich in neuer Pracht erstrahlen.

Ursprünglich sollte der Schlamm im Winter entsorgt werden, weil sich das im gefrorenen Zustand am besten machen lässt (LZ berichtete). Doch der Winter war zu mild, zu wenig Frost. Inzwischen wurden Entwässerungsrinnen ausgehoben, „sodass der Schlamm besser austrocknen konnte“, erläutern Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, und Peter Zurheide, Bereichsleiter Grünplanung bei der Stadt, beim Ortstermin am Kurparkteich. Im südlichen Bereich wurde eine Rampe installiert, sodass Bagger darüber in den Teich rollen können und dann den Schlamm erst einmal in Richtung Insel in einzelne Häufchen schieben, damit er weiter austrocknen kann. Durchschnittlich 50 Zentimeter soll dann ausgekoffert werden, so viel hat sich seit der letzten Entschlammung vor mehr als 20 Jahren am Grund des Teichs abgesetzt.

Ab dem 4. Mai wird der Moder abtransportiert. Dabei ist laut Uta Hesebeck mit Lärm- und Geruchsbelästigungen zu rechnen. Zuvor gezogene Proben haben ergeben, dass der Schlamm noch sinnvoll genutzt werden kann. Er werde als Dünger auf Äcker aufgebracht.

In einem weiteren Arbeitsschritt wird das Mauerwerk an der östlichen Seite des Teichs instandgesetzt. „Ab Mitte Juni bauen wir dann eine biologische Kläranlage ein. Sie sorgt dafür, dass wir künftig nicht mehr so schnell entschlammen müssen und sich der Teich zu großen Teilen selbst reinigt“, erläutert Peter Zurheide. Als Erstes wird dazu Kies als natürlicher Bodenfilter im südlichen Bereich des Teichs eingebaut. Dann kommt Schilf hinzu, an das sich Schwebeteilchen anlagern können. Mittels einer Pumpe wird das Wasser über Leitungen nach Norden gedrückt und dem Teich dann gereinigt wieder zugeführt. Durch das Pumpsystems soll das Wasser in Bewegung gebracht und damit eine Verschlammung reduziert werden. Der Wasserkreislauf sorge außerdem dafür, dass sich selbst bei wärmeren Temperaturen für Fische und andere Tiere genügend Sauerstoff im Wasser befinde, sagt Zurheide.

Wenn das Klärsystem eingebaut ist, wird der Teich wieder mit Wasser befüllt und die Karpfen werden zurück ins Gewässer gesetzt. Ende August lädt das Wasserparadies dann die Enten wieder ein, ihre Runden zu ziehen und die Kurparkbesucher können sich am Idyll erfreuen. Die Stadt investiert in das Projekt rund 80000 Euro.