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Das Gewächshaus zerspringt förmlich: Die Senkungen haben die Scheiben bersten lassen. Die Entwicklungen rund um den Ochtmisser Kirchsteig sind dramatisch. Foto: be
Das Gewächshaus zerspringt förmlich: Die Senkungen haben die Scheiben bersten lassen. Die Entwicklungen rund um den Ochtmisser Kirchsteig sind dramatisch. Foto: be

Senkungen am Ochtmisser Kirchsteig nehmen zu

ca Lüneburg. Kommt eine Höhenbegrenzung oder können Bauarbeiter die Fahrbahn verengen? Varianten, über die im Rathaus nachgedacht wird, um Verkehr vom Ochtmisser Kirchsteig zu drängen. Es geht um das Stück, an dem die Häuser schief stehen, also den Bereich zwischen Herderschule und Kreisel bei Mönchsgarten. Bekanntlich senkt sich dort seit Jahren die Erde. Am Montag, 27. Juni, wollen Oberbürgermeister Ulrich Mädge und seine Mitarbeiter Anwohnern von 19 Uhr an in der Herderschule mögliche Lösungen vorstellen.

Wie berichtet, hatte es kürzlich einen Erdfall auf einem Grundstück gegeben, ein drei Meter tiefer Spalt klaffte im Boden. Der wurde wieder verfüllt. In diesem Zusammenhang hatte die Stadt berichtet, dass die Senkungsgeschwindigkeit wieder zugenommen habe, im Zentrum werden für dieses Jahr 25 Zentimeter prognostiziert. Zum Vergleich: 2015 lag der Wert bei der Hälfte.

Auswirkungen sind nicht nur an der Straße zu beobachten, sondern auch auf dem benachbarten Michaelis-Friedhof. So platzten die Scheiben des Gewächshauses, das in Richtung Lauensteinstraße steht. „Ursache waren die Senkungen“, bestätigt Stadtbaurätin Heike Gundermann. Schon vor dem Erdfall sei man mit dem Eigentümer im Gespräch gewesen, das Glashaus abzubauen. Aufgrund der gestiegenen Geschwindigkeit der Senkungen solle es schneller gehen.
Gärtner Clemens Lüberstedt gerät in Bedrängnis: „Ich hatte mit der Stadt vereinbart, das Gewächshaus bis Ende des Jahres abzubauen. Nun soll ich das in acht Wochen machen. Das schaffe ich nicht.“ Er habe Hochsaison, sein Personal sei verplant. Das Glashaus stehe zurückgesetzt, er könne es mit einem Bauzaun abschirmen keine Gefahr für Passanten.
Die Stadtbaurätin berichtet, dass es im Bereich des Friedhofs zu weiteren Absackungen gekommen sei, an städtischen Gebäuden wie dem sogenannten Pastorenhaus habe man Gipsmarken angebracht, zudem zusätzliche Messpunkte gesetzt, um die Entwicklung genau im Blick zu haben.
Nachbarn vermuten, dass vorbeifahrende Laster und Autos für Erschütterungen sorgen, die ihre Häuser zusätzlich schädigen. Viele würden sich weder an Tempo 20 noch an die Gewichtsbegrenzung von 3,5 Tonnen halten. Das bestätigen Kontrollen der Polizei die Stadt will handeln.
Bei der Anwohnerversammlung am Montag nimmt Geologe Thorsten Trapp Stellung. Er beobachtet die Senkungen am Ochtmisser Kirchsteig seit Jahren für die Stadt und wertet die Messergebnisse aus. Bauverwaltung, Ordnungsamt und Polizei stehen ebenfalls als Ansprechpartner bereit.

7 Kommentare

  1. was soll der unfug? selbst, wenn nur fußgänger da unterwegs sind, wird der boden sich weiter senken. wer ist denn nun der wirkliche verursacher? saline? die sogenannte hansestadt wurde mal durch salz reich. ob sie jetzt vom abbau arm wird? natürlich nicht. die verantwortung wird einfach verlagert.

    • Das ist Interessant …. Bruns weiß den Grund nicht. Weiß aber das die Senkung auch weitergehen würde wenn nur Fußgänger die Strasse benutzen.

      • Ron
        Hypothetische Fragen sind solche, zu deren Beantwortung sich die Befragungsperson in Situationen versetzen muß, in denen sie tatsächlich nicht ist. Ob ihr das gelingt oder nicht hängt zum einen davon ab, inwiefern sich die Person mit der hypothetischen Situation überhaupt schon einmal auseinandergesetzt hat und wie nahe oder entfernt die hypothetische von der realen Situation entfernt ist.

        Ist die Situation zwar hypothetisch, aber durchaus vorstellbar, weil man sich mit dem Gegenstand einer Frage auf die eine oder andere Weise schon auseinandergesetzt hat, kann man damit durchaus umgehen.

    • Vielleicht sollte man gleich die Häuser abreißen, die erzeugen einen größeren Erddruck als die LKW.

  2. Ich verstehe nicht, warum man die Straße nicht einfach dicht macht und nur noch für Anwohner befahrbar lässt. Es gibt genügend Ausweichmöglichkeiten.

  3. ich denke die Absenkungen haben mit dem Verkehrsaufkommen rein garnichts zu tun sondern und
    ist ein geologisches Problem, die Stadt Lüneburg sollte die betroffenen Immobilien erwerben um sie
    dem Abriss preiszugeben. Schließlich hat sie seit Jahrhunderte von den Grundsteuern/Erwerbssteuern ect.
    profitiert.

    • „Schließlich hat sie seit Jahrhunderte von den Grundsteuern/Erwerbssteuern ect.
      profitiert.“

      So alt wirken die Gebäude gar nicht.